Herzogenaurach

Das Aufsichtspersonal der Herzogenauracher Bäder ist sensibilisiert

In Bädern in Bornheim und Dresden soll es zu sexuellen Belästigungen durch Flüchtlinge gekommen sein. Der Herzogenauracher Bürger Peter Reiser hat sich nun in einem Schreiben an Bü...
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In Bädern in Bornheim und Dresden soll es zu sexuellen Belästigungen durch Flüchtlinge gekommen sein. Der Herzogenauracher Bürger Peter Reiser hat sich nun in einem Schreiben an Bürgermeister German Hacker (SPD) gewandt. Er fragt, "als Vater von drei Töchtern", nach Maßnahmen, um in Herzogenauracher Bädern solche Übergriffe auszuschließen.
Aufgrund der hohen Anzahl von vor allem männlichen Flüchtlingen in den Asylunterkünften innerhalb des Stadtgebiets stelle sich das Problem natürlich auch bei uns, schreibt Reiser. Und behauptet: "Gerade das Freibad stellt aufgrund seiner Größe und unübersichtlichen Bereichen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Mädchen und Frauen vor sexueller Handlungen und Gewalt dar." Seiner Ansicht nach wären die Schwimmmeister und Gehilfen aufgrund ihrer Aufgaben im Beckenbereich "überhaupt nicht in der Lage, derartige Übergriffe wirksam zu verhindern".
Bürgermeister Hacker hat umgehend an den Bürger zurückgeschrieben und eine Antwort auch zugesichert. Grundsätzlich bedürfe das Thema "öffentliche Sicherheit" stets einer Abstimmung mit mehreren Personen, Ämtern, Sicherheitsbehörden. Insofern wäre es für Hacker nicht sachgerecht, spontan eine umfassende Antwort zu geben. Eine differenzierte Antwort brauche etwas Zeit.


Kein neues Thema

Eine erste Antwort hat Hacker aber dennoch gegeben. Sexuelle Übergriffe in Bädern seien nicht erst seit der Flüchtlingswelle ein Thema, sondern schon faktisch "immer", berichtet der Herzogenauracher Bürgermeister. Und weiter: "In allen Bädern Deutschlands, so auch bei uns, ist Aufsichtspersonal dafür stets sensibilisiert und achtet entsprechend darauf. Unterstützend werden hierzu in Bädern auch Kameras eingesetzt."
Dennoch könne man die Gefahr eines sexuellen Übergriffs nicht zu 100 Prozent ausschließen, was natürlich leider für den gesamten öffentlichen Raum gelte. Sehr wichtig dabei sei, dass Badegäste kleinste Vorfälle umgehend beim Aufsichtspersonal melden und gegebenenfalls sofort zur Anzeige bringen. Die anschließende Vorgehensweise ist laut Hacker dann klar geregelt. Selbstverständlich werde sofort die Polizei verständigt, "die die genauen Umstände vor Ort aufnimmt und ein Verfahren einleitet." Zusätzlich werde einem auch nur unter scheinbar geringem Verdacht stehenden Badegast Hausverbot ausgesprochen. Die wichtigsten Baderegeln hängen bereits in den Sprachen Arabisch, Französisch und Englisch aus, schreibt der Bürgermeister.
Gleichzeitig appelliert Hacker daran, jetzt keinerlei Vorverurteilung vorzunehmen. Und er merkt noch an, dass das Hallenbad Bornheim das Badeverbot für erwachsene männliche Flüchtlinge in dieser Woche wieder aufheben wolle. Das sei berichtet worden. bp

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