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Finanzen

Dampflokmuseum verdoppelt Etatvolumen

Für das Deutsche Dampflokomotiv-Museum wurde ein Rekordhaushalt verabschiedet. Das Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von gut 4,5 Millionen Euro: Es hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. D...
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Für das Deutsche Dampflokomotiv-Museum wurde ein Rekordhaushalt verabschiedet. Das Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von gut 4,5 Millionen Euro: Es hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Der Anstieg ist dabei nahezu vollständig auf den Vermögenshaushalt mit knapp 3,6 Millionen Euro zurückzuführen. Für das Museumsentwicklungskonzept 2020 wurden zugleich die ersten Gewerke mit einem Kostenvolumen von 1,2 Millionen Euro vergeben.

Wie DDM-Geschäftsführer Rüdiger Köhler feststellte, sind das Museumsjahr 2019 und auch die folgenden Haushalte bis 2022 von den Entscheidungen zur Umsetzung des Museumsentwicklungskonzepts 2020 unter dem Titel "Deutsches Dampfokomotiv Museum - Geschichte erleben, Technik bestaunen, Neues entdecken" geprägt. Auch die Abwicklung des Projekts "Bahnhofsgebäude - Sanierung und Instandsetzung des Empfangsgebäudes, des ehemaligen Sozialgebäudes und der historischen Güterhalle" in der Trägerschaft der Gemeinde Neuenmarkt sorgt für große Zahlen.

Alle Interessen berücksichtigt

Geschäftsführer Köhler: "Die Ansätze des Haushalts sind so bemessen, dass sie den Kostenanforderungen und Entwicklungen des Museums und den Interessen seiner Träger möglichst gleichermaßen gerecht werden." Im Ergebnis bedeutet das, dass das Gesamtvolumen mit 4,5 Millionen Euro abschließt.

Der Verwaltungshaushalt liegt mit einem Volumen von 970 000 Euro um knapp 60 000 Euro über dem des Vorjahres. Das Umlagevolumen im Verwaltungshaushalt stieg mit 620 000 Euro um 2,7 Prozent. Eintrittsgelder wurden wieder mit 120 000 Euro angesetzt. Wie Köhler dazu feststellte, hielten der beständig wachsende Trend, das Museum für Veranstaltungen nachzufragen und die positive Resonanz auf die pädagogischen Angebote an und werden sich im laufenden Haushaltsjahr fortsetzen.

Mit Beginn der Baumaßnahmen zur Umsetzung des Museumsentwicklungskonzepts 2020 rechnet Köhler im Lauf des Jahres mit Beeinträchtigungen, deren Auswirkungen auf die Besucherzahlen sich aber noch nicht abschätzen lassen.

Die Personalkostenerstattung durch die DDM Museums- und Bahnbetriebs-GmbH ist wie in den Vorjahren mit 25 000 Euro veranschlagt. Die Verwaltungsumlage ist mit 600 000 Euro angesetzt, dabei wurde zur Entlastung eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von knapp 20 000 Euro vorgesehen. Den größten Posten bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts stellen mit knapp 400 000 Euro die Personalkosten dar.

Generell stellte Köhler zu den Personalkosten fest, dass sich der Museumsbetrieb nur durch das Engagement der hauptamtlich Beschäftigten und Dank einer herausragenden ehrenamtlichen Unterstützung des Vereins der Freunde des DDM e.V. und weiterer ehrenamtlich Tätiger möglich sei.

Heizungskosten wurden mit 84 000 Euro veranschlagt. Fürd Reinigungskosten mit 17 500 Euro.

Aufgrund der zu erwarteten höheren Einnahmen im Bereich der Miet- und Pachteinnahmen (164 000 Euro) verbessert sich die Deckungsquote der Einnahmen des Verwaltungshaushalts auf 36 Prozent. Der Vermögenshaushalt steigt auf das Rekordvolumen von knapp 3,6 Millionen Euro.

Die Träger des Museumszweckverbands - Landkreis, Bezirk und Gemeinde Neuenmarkt - haben sich auf eine Investitionsumlage von 100 000 Euro festgelegt. Daneben wird mit Investitionszuschüssen in einer Höhe von 1,75 Millionen Euro gerechnet.

Hinzu kommt eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von knapp 20 000 Euro und der Mindestzuführung vom Verwaltungshaushalt von knapp 80 000 Euro. die Aufnahme von Krediten ist nicht vorgesehen.

Hohe Kosten

Auf der Ausgabenseite des Vermögenshaushalts sind die Ansätze für die Umsetzung der Investitionsprojekte wie dem neuen Eingangsgebäude und der Sanierung des Bahnhofgebäudes mit reinen Baukosten von 900 000 Euro und Baunebenkosten von 100 000 Euro veranschlagt.

Zum Bahnhofsgebäude verwies Bürgermeister Siegfried Decker auf eine Vereinbarung zwischen dem Zweckverband und der Gemeinde Neuenmarkt: Für diese Sanierungsmaßnahme wird zwar die Trägerschaft übernommen, aber das Areal bleibt weiterhin im Eigentum des Zweckverbands.

Vergeben wurden vom Zweckverband für das neue Eingangsgebäude etliche Gewerke.

Auf Zustimmung stieß der Leihvertrag mit der Eisenbahnstiftung Joachim Schmidt zur Überlassung des Triebwerks der ehemaligen Schnellzuglok 01 1080 als Dauerleihgabe. Das voll funktionsfähige Schaumodell des Triebwerks der Schnellzuglok wird als didaktisches Lehrmodell und einladender Blickfang für die Besucher im neuen Eingangsgebäude installiert. Rei

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