Rödental

Damit Wohnen günstig bleibt

Die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises setzt die Modernisierung ihrer Objekte in Rödental fort. Die Stadt unterstützt mit zinslosen Krediten, damit Wohnen in Rödental auch in Zukunft günstig bleiben kann.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Häuser der Wohnbau an der Stettiner Straße werden modernisiert. Foto: Rainer Lutz
Die Häuser der Wohnbau an der Stettiner Straße werden modernisiert. Foto: Rainer Lutz

Die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises modernisiert ihre Wohnungen in der Stettiner Straße und dem Pommernweg. Der Stadtrat beschloss bei seiner Sitzung am Montag, sie dabei durch zinslose Kredite zu unterstützen. "Ziel ist es, weiterhin günstigen Wohnraum in der Stadt anbieten zu können", betonte Bürgermeister Marco Steiner (FW).

Konkret geht es in der Stettiner Straße um die Häuser Nummer 8, 10 und 12. Die Wohnbau hat für die Sanierung dieser Gebäude auch beim Landratsamt Coburg einen Förderantrag gestellt. Die Stadt hat jetzt zugesagt, die Modernisierung von zwölf Wohnungen mit einem Kredit über 96 000 Euro zu unterstützen. Er ist zinsfrei und läuft über 36 Jahre. Bekommt die Gesellschaft auch vom Landratsamt eine Zusage, kann sie bei der Regierung von Oberfranken zusätzlich Fördermittel beantragen.

Ein Kredit in gleicher Höhe und zu den gleichen Bedingungen wird der Wohnungsbaugesellschaft auch für die Häuser Nummer 8a und 8b im Pommernweg gewährt. Hier wird allerdings die Fassade nicht gedämmt. Wie Marco Steiner erklärte, hat sich die Gesellschaft bewusst dafür entschieden, um den künftigen Mietpreis niedrig halten zu können. Während dieser in der Stettiner Straße nach der Modernisierung und Dämmung bei 5,40 bis 5,50 Euro je Quadratmeter liegen wird, soll er im Pommernweg 4,60 bis 4,70 Euro nicht übersteigen. Allerdings kann wegen der fehlenden Dämmung nicht mit Geld aus dem Modernisierungsprogramm der Staatsregierung gerechnet werden.

Mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan geht die Sanierung des bestehenden Edeka-Marktes an der Gnaileser Straße einen Schritt weiter. Neben dem Supermarkt sind in dem neuen Gebäude dann auch zwei Fachmärkte und ein Backshop vorgesehen. Die Zufahrt für die Warenanlieferung wird einerseits für kleinere Lieferfahrzeuge von der Rathausstraße aus ermöglicht. Große Lkw werden zum Entladen in eine sogenannte Einhausung fahren, also unter Dach abgeladen. Die Zahl der öffentlichen Parkplätze steigt von 90 auf 97 die der Mitarbeiterparkplätze von fünf auf 15. Die Detailplanung liegt noch nicht vor. Daher ist noch nicht sicher, ob eine Photovoltaikanlage auf das Dach des neuen Marktes kommt.

Für den geplanten Wohnmobilstellplatz im Bereich der Tennisplätze hinter dem Festplatz mit 42 Stellplätzen werden Fördermittel aus dem Leader-Programm beantragt. Auch das beschloss der Stadtrat am Montag. Die Stadt rechnet bei Gesamtkosten von voraussichtlich über 247 000 Euro mit Fördermitteln in Höhe von rund 83 000 Euro. Der Platz soll 2021 in Betrieb gehen.

Wegen der Nähe zur Gastronomie an den Tennisplätzen, zur Stadt und zum Park Rosenau, wurde der Standort von Fachleuten im Vorfeld als sehr attraktiv eingestuft. Wie Marco Steiner erklärte, kann möglicherweise ein Übereinkommen mit der SG Rödental getroffen werden, was die Nutzung von Toiletten und Duschen an der Tennisanlage angeht. Es gibt aber auch eine Wasserversorgung und eine Entsorgungseinrichtung auf dem Stellplatzgelände.

Mit dem Bus nach Coburg

Die Busanbindung zwischen Rödental und Coburg wird verbessert. "In den vergangenen Wochen wurden Gespräche mit der SÜC und der Bahn geführt hinsichtlich der Anbindung Rödentals an den Coburger Stadtbus", sagte Marco Steiner. Auch wegen der Einrichtung eines Gründerzentrums auf dem ehemaligen Goebelgelände und der damit verbundenen höheren Frequentierung durch Coburger Bürger und Studenten werde beabsichtigt, den Stadtbus Coburg an den Bahnhof in Rödental anzubinden. In diesem Jahr soll die Verbindung zum ZOB in Coburg, zum Esco-Park und weiteren Stationen getestet werden. Verläuft der Test zufriedenstellend, könnte die Verbindung im kommenden Jahr auf Dauer eingerichtet werden.

Dann würden für die Anbindung Kosten in Höhe von rund 40 000 Euro pro Jahr auf die Stadt zukommen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren