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Mühlhausen

CVJM baut Ort der Begegnung

Am Neubau in Mühlhausen wurde gefeiert. Auf 500 000 Euro ist das Projekt veranschlagt.
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Ein großzügiges Gebäude, das ein wenig an die Arche Noah erinnert, soll künftig dem CVJM in Mühlhausen als Treffpunkt dienen. Im Bild Zimmerermeister Herbert Schorr (oben links) aus Burghaslach beim Richtspruch.  Fotos: Evi Seeger
Ein großzügiges Gebäude, das ein wenig an die Arche Noah erinnert, soll künftig dem CVJM in Mühlhausen als Treffpunkt dienen. Im Bild Zimmerermeister Herbert Schorr (oben links) aus Burghaslach beim Richtspruch. Fotos: Evi Seeger
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Die Freude im CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) ist riesengroß: Die erste Etappe beim Bau ihres neuen Vereinsheims ist geschafft. Am Wochenende konnte für das in Holzrahmenbauweise erstellte Haus an der Hauptstraße Richtfest gefeiert werden.

Das habe man kaum zu hoffen gewagt, denn durch Corona sei vieles unsicherer und schwieriger geworden, sagt Peter Ahlers, von Beruf Bauingenieur, der als Projektleiter für Planung und Bau Verantwortung trägt.

Der Holzrahmenbau, der ein wenig an eine "Arche Noah" erinnere, stand in wenigen Tagen. Die Bauherren sind den ausführenden Firmen daher sehr dankbar. Am 28. April hatte die Firma Schwarm aus Mühlhausen die Bodenplatte betoniert. Die Ausführung des Holzrahmenbaus begann am Montag, 11. Mai, und bereits am Freitag der gleichen Woche schmückte der Richtbaum das Haus. Zimmerermeister Herbert Schorr bat mit seinem Richtspruch um Gottes Segen für die Bauherren und das Haus.

"Wir möchten für Jung und Alt einen attraktiven Ort zur Begegnung mit Jesus Christus schaffen", hat sich der CVJM als Ziel gesteckt. Als Verein gründete sich die Gemeinschaft erst im Jahr 2015, aber eigentlich wird sie 2022 bereits hundert Jahre alt. Denn am 1.1. 1922 wurde als Vorgängergemeinschaft die Diakoniestation gegründet. Der bisherige Sitz des CVJM an der Hauptstraße wurde 1928 als Altenheim mit Gemeinschaftssaal gebaut. Er sei ziemlich in die Jahre gekommen und werde den Ansprüchen an einen zentralen, zeitgemäßen und barrierefreien Treffpunkt nicht mehr gerecht.

Auf rund 500 000 Euro ist das etwa 400 Quadratmeter große Gebäude veranschlagt. Es ist eingeschossig, damit alle Räume barrierefrei zu erreichen sind. Im Vorbau mit Flachdach sind ein Foyer mit Café-Bereich, zwei Jugendräume und die sanitären Anlagen geplant.

Im hinteren Gebäudeteil entsteht ein großer Saal mit moderner Licht-, Video- und Tontechnik, der für die Angebote des Vereins, so die Gottesdienste, das Seniorenkino, die Nachmittage des Kinderteams oder Konzerte mit der inzwischen bekannten Jugendband des CVJM "Streets & Alleys", genutzt werden kann. Auf dem Grundstück sollen Sitzbereiche und Spielflächen zum Aufenthalt im Freien einladen. Es bleibt auch noch ausreichend Platz für PKW-Stellflächen.

35 Mitglieder

Der CVJM Mühlhausen, den Helmut Sauerbrey als Vorsitzender leitet, zähle derzeit 35 Mitglieder und zwanzig Freunde. Den Neubau finanzieren sie hauptsächlich aus Eigenmitteln, Spenden und Mieteinnahmen. Rund 30 Personen seien aktive Mitarbeiter. Sie engagieren sich in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, leiten Haus- und Gesprächskreise, wirken im Musikteam, moderieren, kochen, backen, gestalten und anderes mehr.

Die gesamte Mitarbeit sei ehrenamtlich, da der Verein keinen hauptamtlichen Pastor oder CVJM-Sekretär hat. Auch die Predigten im Sonntagabendgottesdienst werden größtenteils von Mitgliedern gehalten. Zehn Frauen und Männer teilen sich den Predigtdienst, sofern es keinen Gastsprecher gibt.