Weitramsdorf
politik

CSU will erstmals den Bürgermeister stellen

Die CSU Weitramsdorf wähnt sich in einer Aufbruchstimmung. Bei der Kommunalwahl 2020 möchten die Christsozialen den Chefsessel im Rathaus übernehmen. Dieses Ziel gab jetzt Vorsitzender Harri Schleifen...
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Die CSU Weitramsdorf ehrte treue Mitglieder. Von links: Vorsitzender Harri Schleifenheimer, Christian Böckler, Reiner Winkelmann, Martin Mittag, Rudolf Litzen, Klaus Wittmann, Heinrich Glodschei, Weitramsdorfs Bürgermeister Wolfgang Bauersachs und Horst Kunze  Foto: Desombre
Die CSU Weitramsdorf ehrte treue Mitglieder. Von links: Vorsitzender Harri Schleifenheimer, Christian Böckler, Reiner Winkelmann, Martin Mittag, Rudolf Litzen, Klaus Wittmann, Heinrich Glodschei, Weitramsdorfs Bürgermeister Wolfgang Bauersachs und Horst Kunze Foto: Desombre

Die CSU Weitramsdorf wähnt sich in einer Aufbruchstimmung. Bei der Kommunalwahl 2020 möchten die Christsozialen den Chefsessel im Rathaus übernehmen. Dieses Ziel gab jetzt Vorsitzender Harri Schleifenheimer bei der Hauptversammlung aus.

Vorstandsmitglieder und Gemeinderäte hatten sich zu monatlichen Vorbesprechungen der Gemeinderatssitzungen getroffen. Bei den Treffen habe sich aber herausgestellt, dass es in den vergangenen Jahren im Gemeinderat nur schleppend voranging. Die Bilanz der laufenden Wahlperiode falle daher ernüchternd aus, so Schleifenheimer. Viele Räte, auch anderer Parteien und Gruppen, seien dauerhaft unzufrieden. Dieser Umstand müsse sich nach der Kommunalwahl 2020 ändern, machte der Vorsitzende deutlich.

Aktuell würden Gespräche mit Interessierten für den Gemeinderat geführt und die Kandidatenliste zusammengestellt. Eine Nominierungsveranstaltung wird voraussichtlich im Mai stattfinden, informierte Schleifenheimer.

Bei überregionalen Wahlen erzielte die CSU im Gemeindegebiet bisher beachtliche Ergebnisse von rund 40 bis 45 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen. Zur Stichwahl des Landrates seien es sogar knapp 65 Prozent gewesen, was ein Zeichen dafür sei, dass Weitramsdorfer Bürger CSU-freundlich sind. Die derzeitigen 20 Prozent oder vier CSU- Mandate im Gemeinderat seien daher aus seiner Sicht zu wenig, um wesentlich Einfluss ins politische Geschehen nehmen zu können. Mit einer deutlich gestärkten Mannschaft, werde deshalb um jede Wählerstimme gekämpft, um stärkste Kraft im Weitramsdorfer Gemeinderat zu werden.

Seit Bestehen der Großgemeinde habe es keinen CSU-Bürgermeister gegeben. Auch das soll sich nach den Worten des Vorsitzenden ab 2020 ändern.

Für das laufende Jahr seien mehrere Veranstaltungen geplant. Neben den Aktivitäten zur Europa- und Kommunalwahl werden eine Bibererkundung gemeinsam mit dem CSU-Ortsverband Seßlach, ein Preisschafkopf sowie ein Antik-, und Trödelmarkt zur Aufstockung des Wahlkampfbudgets stattfinden. Die Gemeinde wird im Jahr 2019 gut 400 000 Euro investieren müssen, berichtete Gemeinderat Tobias Ehrsam. Heinrich Graf zu Ortenburg zeigte sich verwundert darüber, dass der demografische Wandel nicht richtig vorausgesagt worden war. Die Schülerzahlen seien angestiegen und würden nun eine Erweiterung der Schule erforderlich machen. Er gab zu bedenken, dass die Größe richtig dimensioniert werden müsse, damit in zwei Jahren nicht erneut angebaut werden müsse. Karl Heinrich Glodschei stellte die Frage, warum nicht auf die Schule in Weidach zurückgegriffen werde.

Das Ergebnis der Neuwahlen:

1. Vorsitzender Harri Schleifenheimer, stellvertretende Vorsitzende Tobias Ehrsam und Henning Kupfer, Schatzmeister Michael Rädlein, Schriftführer Heinrich Graf zu Ortenburg, stellvertretender Schriftführer Christian Böckler und Rudolf Litzen, Beisitzer Werner Strehler, Rainer Winkelmann, Christian Böckler und Rudolf Litzen. Kassenprüfer Christiane Böckler und Klaus Wittmann.

Ehrungen: 40 Jahre: Reiner Winkelmann, Christian Böckler. 35 Jahre: Horst Kunze, Klaus Wittmann, Rudolf Litzen und Karl Heinrich Glodschei. des

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