Ebern

CSU will beim Freibad handeln

Die Eberner Stadtratsfraktion informierte sich über den Zustand der Anlage, die eine Sanierung braucht.
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Das Eberner Freibad besticht durch seine beeindruckende Lage. Das Bild aus dem Jahr 1978 stammt von Steffen Schanz (Heimatmuseum).
Das Eberner Freibad besticht durch seine beeindruckende Lage. Das Bild aus dem Jahr 1978 stammt von Steffen Schanz (Heimatmuseum).

Am Sonntag endete die Freibadsaison in Ebern. Die Frage ist, wie oft das Bad, das im nächsten Jahr 50. Jubiläum feiert, seine Pforten noch öffnen kann. Auch wenn das Team um Bademeister Klaus Hanke engagiert ist und das Bad in Schuss hält, die Technik ist in die Jahre gekommen. Dagegen können sie nichts tun und lediglich auf Holz klopfen, dass es keine größeren Zwischenfälle gibt. Sonst müsste das Bad nach einem halben Jahrhundert schließen.

Am Hang

Auf die bloße Hoffnung will sich Sebastian Ott nicht verlassen. "Die Lage und der Charakter ist einmalig", sagt Ott zur Hanglage und der 35 000 Quadratmeter großen Gesamtfläche. Für ihn ist das Bad ein Standortfaktor für Ebern, den es nicht nur notdürftig zu erhalten gilt. "Die Bademeister und der Bauhof machen in Eigenregie, was geht. Das reicht aber nicht aus. Spätestens in ein paar Jahren versagt die Technik. Wir müssen deshalb jetzt handeln", forderte er bei einer Ortsbesichtigung mit der CSU-Stadtratsfraktion.

Dabei hat sich Sebastian Ott nach Angaben des Ortsverbandes das Bad im Detail von Bademeister Klaus Hanke zeigen und erläutern lassen. Auch hinter die Kulissen haben die Politiker geschaut. Seitdem ist er sich sicher: "Ein bisschen Sanierung reicht nicht aus. Wir bauen das Bad sozusagen neu, und zwar in Etappen." Dabei ist ihm wichtig, dass das Bad in seiner Art und in seinem Charakter erhalten bleibt. "Wir wollen kein Spaßbad. Es muss ein Familienbad bleiben."

Die Terrassenform will Sebastian Ott genauso erhalten wie die Anzahl und die Lage der Becken oder den Sprungturm. Eine größere Barrierefreiheit soll es haben und die Historie des Bades mit modernem Badekomfort kombinieren.

"Die Bademeister haben gute Ideen", sagt Sebastian Ott, dieses Fachwissen möchte er einbinden. Zudem möchte er den Neubau in mehrere Etappen gliedern, damit das Bad keine Saison verliert.

Bei anderen Städten und Kommunen informiert sich Ott nach eigenen Angaben derzeit, wie die ihr Bad erneuert und die Kosten geschultert haben. Und er nutzt seine Kontakte in die Bundes- und Landesregierung, um auszuloten, welche Fördermittel sich nutzen lassen. "Natürlich wird der Neubau in Etappen nicht billig. Aber zu warten und zu hoffen, dass die Technik es noch einige Jahre macht, das ist nicht meine Vorstellung von Politik." Da putzt er lieber Klinken auf Bundes- und Landesebene. Und er freut sich über Anregungen aus der Bevölkerung. Schließlich sollen die nächste Generation Eberner und ihre Gäste das Freibad auch noch genießen können. red

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