Priesendorf
Nominierungsversammlung

CSU Priesendorf: Wird Matthias Krapp Nachfolger von Bürgermeisterin Maria Beck?

Da Bürgermeisterin Maria Beck - einzige CSU-Bürgermeisterin im Landkreis Bamberg - dem Ortsverband erklärt hatte, dass sie für das Amt der Bürgermeisterin nicht wieder kandidieren werde, bedankte sich...
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Bürgermeisterin Maria Beck und Matthias Krapp  Foto: privat
Bürgermeisterin Maria Beck und Matthias Krapp Foto: privat

Da Bürgermeisterin Maria Beck - einzige CSU-Bürgermeisterin im Landkreis Bamberg - dem Ortsverband erklärt hatte, dass sie für das Amt der Bürgermeisterin nicht wieder kandidieren werde, bedankte sich Vorsitzender Michael Folger bei der Nominierungsversammlung für die zwölfjährige Amtszeit. Er bedauere den Entschluss, freute sich aber über Becks Entscheidung, wieder für den Kreistag zu kandidieren. Bei ihrer Kandidatur vor zwölf Jahren habe Beck sehr großen Mut bewiesen, denn es habe gegolten, gegen den amtierenden Bürgermeister zu bestehen.

Folger bedankte sich für zahlreiche Projekte, die umgesetzt werden konnten. Der Bürgermeisterin sei es während ihrer Amtszeit immer wieder gelungen, notwendige Zuschüsse für die Gemeinde zu erhalten. Ohne die wäre es für eine Gemeinde wie Priesendorf nicht möglich gewesen, manche der Vorhaben umzusetzen.

Wesentliche Projekte

Er nannte die Fertigstellung des im Bau befindlichen Kindergartens oder die Errichtung einer Krippe, die damals noch niemand auf seiner Agenda hatte. Doch bereits vor zwölf Jahren habe Maria Beck die Notwendigkeit einer solchen Institution erkannt und es durch Gespräche und die erforderlichen Zuschüsse geschafft, dieses Vorhaben rasch in die Tat umzusetzen.

Außerdem konnten noch viele Dorferneuerungsmaßnahmen an Land gezogen werden. Die damaligen Dorferneuerungsmaßnahmen galten eigentlich bereits als abgeschlossen. Einer neuen Amtsinhaberin wollte jedoch das Amt für Ländliche Entwicklung bei ihrem Tatendrang nicht im Wege stehen. So konnten das Kapellenfeld, der Ansbach, der Fahrradrastplatz, der SVP-Parkplatz, das Bäckngässla, der Dorfplatz in Neuhausen und ein Bolzplatz neu gestaltet werden.

Aber auch soziale und zwischenmenschliche Projekte seien angegangen worden. Es wurde ein Gemeindebus angeschafft, der Schüler befördert oder Senioren beim Einkauf oder zum Arztbesuch unentgeltlich chauffiert. Folger bedankte sich explizit bei Seniorenbeauftragtem Roland Oberle, der schon viele Jahre ehrenamtlich den Gemeindebus fährt und dadurch für viele als Vorbild fungiert. "Helfende Hände" unterstützen Bürger des Gemeindegebiets, wo Hilfe gebraucht werde: ebenfalls entstanden auf Initiative der Bürgermeisterin.

Nachfolger

Vorsitzender Folger schlug nach der Verabschiedung der Amtsinhaberin Matthias Krapp als Bürgermeisterkandidaten vor.

Krapp stellte sich der Versammlung als verheirateter, selbstständiger Diplom-Ingenieur vor. Er definierte seine angestrebten Ziele. "Vielfältige Aufgaben und Herausforderungen liegen vor uns", so Krapp. Demografischen Wandel, Mobilität, Integration, Digitalisierung und Klimaschutz nannte er als Stichworte. Es gebe zwei Möglichkeiten: resignieren oder anpacken.

In der vergangenen Wahlperiode konnte er als Gemeinderat erleben, dass die Gemeinde Priesendorf mit ihren Menschen über viel Potenzial verfüge, mit dem die Zukunft gestaltet werden könne. Falls es weiterhin gelinge, die Aufgaben und die vorhandenen Ressourcen zusammenzubringen, dann werde sich die Gemeinde Priesendorf weiter zu einer lebenswerten Kommune mit einer guten Infrastruktur entwickeln.

Matthias Krapp wurde mit rund 92 Prozent der Stimmen als CSU-Bürgermeisterkandidat nominiert. red

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