Heiligenstadt

CSU-Ortsverband ehrt seine Mitglieder

Vor 50 Jahren gründeten in Oberngrub zehn junge Männer eine CSU-Ortsgruppe. Der jüngste war der damals 20-jährige Lorenz Brehm, der am vergangenen Samstag für seine langjährige Mitgliedschaft vom Vors...
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Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn (3. v.l.) fand klare Worte für die Grünen.  Foto: Carmen Schwind
Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn (3. v.l.) fand klare Worte für die Grünen. Foto: Carmen Schwind
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Vor 50 Jahren gründeten in Oberngrub zehn junge Männer eine CSU-Ortsgruppe. Der jüngste war der damals 20-jährige Lorenz Brehm, der am vergangenen Samstag für seine langjährige Mitgliedschaft vom Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes Heiligenstadt, Johannes Harrer, und dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Silberhorn (CSU) ausgezeichnet wurde.

Lorenz Brehm blickte auf die Jahre zurück, erinnerte sich an die Mitglieder, die mittlerweile verstorben sind und daran, dass die einzelnen Ortsgruppen nach und nach zusammengelegt worden sind.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Helmut Hänchen aus Neudorf, Alfred Hattel aus Oberngrub, Josef Möhrlein aus Herzogenreuth und Manfred Ott aus Oberleinleiter geehrt.

Neben den Ehrungen gab es noch einen neuen Vorstand zu wählen. Der bisherige Vorstand, Johannes Harrer, wird auch in Zukunft den CSU-Ortsverband führen. Thomas Silberhorn gratulierte Harrer und sprach von einem "absolut überzeugenden Ergebnis", das zeige, dass er eine breite Zustimmung habe.

"Er hat seine Sache bisher exzellent gemacht", meinte der Staatssekretär. Zwei Tage zuvor wurde Monika von Stauffenberg bereits zur Vorsitzenden der Frauenunion wiedergewählt.

Unter der Leitung von Bürgermeister Helmut Krämer (CSU) wurden auch der weitere Ortsvorstand, Kreis- und Ersatzdelegierte gewählt. Krämer, der nicht mehr als Bürgermeister kandidieren will, ließ sich auch nicht mehr als Beisitzer des Ortsverbandes aufstellen, will aber weiter als Kreisdelegierter wirken.

In seiner Ansprache bewunderte Silberhorn das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder, die er teilweise schon seit Jahren persönlich kennt. "Wir sind langsam älter und grauer geworden, aber kennen uns noch", scherzte er und beschrieb, dass er plötzlich an seinem 50. Geburtstag vom jungen politischen Hoffnungsträger zum weisen Mann geworden war. Dann forderte er die Mitglieder auf, das Potenzial der Partei auszuschöpfen und zu präsentieren. Doch nicht nur weise Männer müssten auf den Listen stehen, sondern auch junge Leute und Frauen.

"Wir haben uns neu aufgestellt", trug Silberhorn vor. Das zeige auch die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer, die auf keinen Fall eine "Mini-Merkel" sei. Auch mit der Wahl von Markus Söder seien Zeichen in eine neue Richtung gesetzt worden. Er lobte die Zusammenarbeit von CDU und CSU in Berlin und meinte, dass es der Partei gelungen sei, "sich unter rollendem Rad neu aufzusetzen".

Ein Thema wie die Klimaveränderung müssen ernst genommen werden, meinte der Staatssekretär. Er zitierte eine Statistik, nach der gerade Grüne-Wähler am häufigsten das Flugzeug in den Urlaub nutzten. Gerade diese jedoch würden mit erhobenem Zeigefinger gegen Handwerker vorgehen, die mit ihrem Diesel zur Arbeit und zum Kunden fahren. "Wasser predigen und Wein saufen. Diese Doppelmoral geht nicht", schimpfte er und sagte, dass man bessere Alternativen suchen müsse. Auch zum Elektromotor, dessen Ökobilanz schlechter als die vom Dieselmotor sei.

Deshalb müsse man in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung weitergehen. Er gab an, dass die regionale Struktur gefördert werden müsse, damit auch kleine landwirtschaftliche Betriebe überleben können und nicht noch mehr Gastwirtschaften schließen müssen. Dem stimmte Johannes Harrer zu und berichtete, dass er als Gastronom das Problem habe, Arbeitskräfte zu finden.

Vor zehn Jahren habe er acht Auszubildende gehabt, im Augenblick nur einen. Der Ausländeranteil seiner Mitarbeiter liege bei 60 Prozent. Auch das Thema der Nachfolge sei in vielen gastronomischen Betrieben ein Problem. Zudem würden viele gastronomische Betriebe nicht genug verdienen, um investieren zu können.

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