Ebelsbach

CSU-Ortsverband bedauert den Mangel an Krippenplätzen in der Gemeinde Ebelsbach

In Ebelsbach gibt es mehr Bewerber für Krippenplätze, als tatsächlich bereitgestellt werden können. Dieses Problem ist bekannt und wird nun akut, da bis auf Weiteres offenbar keine Lösung in Sicht ist...
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In Ebelsbach gibt es mehr Bewerber für Krippenplätze, als tatsächlich bereitgestellt werden können. Dieses Problem ist bekannt und wird nun akut, da bis auf Weiteres offenbar keine Lösung in Sicht ist. Dies war für den CSU-Ortsverband Anlass, sich einmal vor Ort im Caritas-Kindergarten Sankt Magdalena in Ebelsbach umzusehen und sich über diese Problematik zu informieren.

Die Vorsitzende des Magdalenenvereins, Susanne Langer, stellte dabei die Einrichtung mit ihren Räumlichkeiten vor. Sie informierte über die Betriebserlaubnis, die derzeit für 75 Regelplätze und zwölf Krippenplätze besteht. Dazu kämen im evangelischen Kindergarten 25 Regelplätze und 22 Krippenplätze. Der Caritaskindergarten Sankt Wendelinus in Steinbach habe als Landkindergarten Platz für 23 Kinder.

Ein gemeinsamer Gedankenaustausch der drei Kindergärten in der Gemeinde finde alljährlich einmal statt. Sowohl vom evangelischen Kindergarten als auch von der Kindertagesstätte Sankt Magdalena wurden dabei laut Langer Ideen in den Raum gestellt, um baldmöglichst die erforderlichen Krippenplätze vorhalten zu können. Nach Abwägung und Empfehlung der Fachaufsicht des Jugendamtes scheine eine Erweiterung des Kindergartens Sankt Magdalena in Ebelsbach mit weiteren zwölf Krippenplätzen am sinnvollsten, da genügend Regelplätze in der Einrichtung vorhanden seien. Man war sich einig, so Susanne Langer, dass eine Betreuung unter einem Dach sowohl der Kleinsten als auch der Kindergartenkinder bis zum Eintritt in die Grundschule sinnvoll und wünschenswert sei.

Dazu wäre es aber nötig, sagte sie, dass die Kirchengemeinde ihren Gruppenraum im Magdalenenhaus aufgeben müsste. Nachdem zusammen mit dem Bürgermeister Ersatzräumlichkeiten für die pfarrlichen Gruppen gefunden waren, sollte die Planung für die benötigte Krippengruppe auch zügig vorangehen. Jedoch stellte sich bald heraus, dass eine kleine und schnelle Lösung nicht allen gesetzlichen Vorgaben entspreche, bedauerte die Vorsitzende.

Ideen und Vorschläge

Da die Kirchengemeinde der Besitzer des Kindergartengebäudes ist, wurde auch das bischöfliche Bauamt Würzburg in die Planung eingebunden. Der Baureferent vermittelte den Kontakt zu einem Architekten, der im Oktober erste Vorschläge und Ideen entwickelte und im November dann drei unterschiedliche Pläne vorgelegt hatte. Die Beteiligten seien sich auch schnell einig gewesen, dass eine Variante weiterverfolgt werden sollte, schilderte Langer. Diese Pläne seien bis heute aber nicht konkreter geworden.

Aus Sicht des Caritasvereins Sankt Magdalena, des Trägers der Kindertagesstätte, müssen erst die Finanzierung geklärt und die weitere Vorgehensweise beschlossen werden. Dann könne eine Beauftragung des Architekten erfolgen, die Förderung beantragt werden sowie Ausschreibung und Beauftragung von Firmen folgen.

In der Zwischenzeit bleibe der Kindergartenleitung und dem Trägerverein nur die Möglichkeit, die Eltern, die dringend einen Krippenplatz brauchen, zu vertrösten. Der nächste freie Krippenplatz könne nach den bisherigen Informationen nicht vor Dezember 2020 vergeben werden. Es bestehe schon jetzt eine Warteliste.

Die Mitglieder des CSU-Ortsvorstandes mit Vorsitzendem Roland Metzner bedauerten diesen Engpass für die jungen Familien, die teilweise auf diese Plätze dringend angewiesen seien. Deswegen müssten sich alle Beteiligten um eine schnelle Umsetzung des Bedarfs an Krippenplätze bemühen. Dafür wolle man sich einsetzen. gg

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