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Kronach

CSU hat die Europawahl im Blick

Am Donnerstagabend sprach die Referentin Nicole Kaiser zum Thema "Die Bedeutung eines geeinten Europas". Sie folgte damit einer Einladung des CSU-Ortsverbands Kronach im Rahmen seines traditionellen Dreikönigstreffens.
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Am vergangenen Donnerstagabend referierte Nicole Kaiser vor Mitgliedern des CSU-Ortsverbandes zum Thema "Die Bedeutung eines geeinten Europas". Foto: Heike Schülein
Am vergangenen Donnerstagabend referierte Nicole Kaiser vor Mitgliedern des CSU-Ortsverbandes zum Thema "Die Bedeutung eines geeinten Europas". Foto: Heike Schülein

Alle fünf Jahre werden die Abgeordneten für das Europäische Parlament gewählt - so wieder am 26. Mai 2019. Welchen hohe Stellenwert und vor allem auch konkreten Einfluss auf Projekte im Landkreis Kronach die Europawahl hat, zeigte der Vortrag von Politikern Nicole Kaiser aus Himmelkron im Bistro-Café Sorgenlos am Donnerstagabend.

"Die Europapolitik ist in unserem Alltag präsenter als man denkt", bekundete die Europa-Kandidatin, die auf Platz 17 der CSU-Liste zu finden ist. Leider sei jedoch das Europäische Parlament für viele Menschen oftmals nicht greifbar - zu Unrecht. Viele der - für alle Bürger der 28 EU-Staaten verbindlichen - politischen Entscheidungen fielen in Straßburg und Brüssel. Der Einfluss sei in vielen Bereichen zu spüren. Eine Reihe beispielhafter Projekte finden sich gerade auch im Landkreis Kronach.

Als kulturelles Angebot sei die Ausstellung "Zeichnen in Cranachs Werkstatt" unterstützt worden. Gleiches gelte für die Mitfinanzierung des Zukunftscoachs des Landkreises und des neuen Online-Karriere-Portals. Mit Fördermitteln ausgestattet wurde auch die Energievision Frankenwald, das Bioenergiedorf Effelter sowie das Tropenhaus Kleintettau. Präsent sei Europa insbesondere auch bei Reisen, beispielsweise nach Prag. "Vor einigen Jahrzenten war es noch undenkbar, so unkompliziert dorthin reisen zu können", erklärte Kaiser, die an der Universität Bayreuth tätig ist.

Verwurzelt in der Region

Aufgewachsen im Mainleus auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern, hat sie selbst großen Bezug zu Kronach; verbrachte sie doch oft ihre Ferien auf dem Bauernhof ihrer Großeltern in Tüschnitz. Zu ihrer Tante und ihrem Onkel im oberen Frankenwald habe sie ebenfalls eine gute Verbindung. Auch dort liefen beispielsweise Dorferneuerungen, in die ebenfalls hohe Fördersummen fließen. "Unsere Region ist mit einem besonderen Förderbedarf eingestuft", stellte sie heraus.

Dies gelte auch für den Bereich Universitäten sowie später für den angedachten Hochschulstandort Kronach. Ein riesiger Baustein des EU-Haushalts sei der Landwirtschaftsfonds mit 1,5 Milliarden Euro. Vor allem anderen sei die EU aber natürlich ein Friedensprojekt, dessen Wert man nicht hoch genug messen könne.

"Es ist halt nur nicht überall die Plakette EU drauf", bedauerte das Mitglied der Jungen Union Oberfranken. Mit entscheidend für ein gutes Wahlergebnis sei die Wahlbeteiligung. Daher habe man zwei Aufgaben: die Leute zum Wählen zu bringen und ihr Kreuz bei der CSU zu machen. Die Partei sei dabei hervorragend aufgestellt.

Als große Gefahr erachtete sie den Einzug von Parteien, die nicht unbedingt in der politischen Mitte anzusiedeln seien und der damit eventuell verbundene Mehrheits-Verlust bei wichtigen Entscheidungen. "Wir wollen ein Miteinander und gemeinsam Probleme lösen, die ganz Europa betreffen", appellierte sie.

In der Diskussion blickte Ehrenvorsitzender Heinz Hausmann an seine Zeit als JU-Vorsitzender zurück. Ein vereintes Europa wie heute mit so vielen Mitgliedstaaten sei ein Traum gewesen. Damals habe man für eine Reise nach Prag einen Visa-Antrag stellen müssen. "Die EU hat den Frieden in Europa gesichert", verdeutlichte er.

CSU-Ortsvorsitzende Angela Hofmann erkundigte sich nach den derzeit großen Pfeilern der Europapolitik. Hierzu zählten laut Kaiser vor allem die Positionierung zur Türkei, die Themen Migration und Sicherheit sowie der Brexit. Sie selbst verschreibe sich insbesondere der Bildungs- und Landwirtschaftspolitik.

Hofmann hatte eingangs auch die vielen Mitglieder der CSU-Familie willkommen geheißen. Sehr freute man sich über die Anwesenheit von Pater Werner Pieper, der den vorausgegangenen Gottesdienst in der Klosterkirche zelebriert und dabei den Frieden in den Mittelpunkt gestellt hatte.

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