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Herzogenaurach

CSU gibt klare Signale

Das 365-Euro-Ticket für alle, ein Bekenntnis zum Kreiskrankenhaus oder ein Ausbildungszentrum für die Feuerwehren - das Zehn-Punkte-Wahlprogramm der CSU ist umfassend.
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Gut gelaunt beim Blick in die Zukunft des Landkreises (von rechts): Landrat Alexander Tritthart und Fraktionsvorsitzender Walter Nussel  Foto: Bernhard Panzer
Gut gelaunt beim Blick in die Zukunft des Landkreises (von rechts): Landrat Alexander Tritthart und Fraktionsvorsitzender Walter Nussel Foto: Bernhard Panzer

bernhard Panzer Als ein gutes, aber auch herausforderndes Wahlprogramm bezeichnete Landrat Alexander Tritthart die zehn Punkte, die er sich gemeinsam mit der CSU im Landkreis als Ziel für die nächsten sechs Jahre gesteckt hat. Es ist ein Programm, das auf den ebenfalls zehn Punkten der Jahre 2014 bis 2020 aufbaut. Dieses, so ergänzte der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Walter Nussel, beim Pressegespräch im Novina-Hotel, habe bis auf einen Punkt schon nach wenigen Jahren abgearbeitet werden können.

Dieser eine Punkt war das Linienbündel im Regionalbusverkehr. "Wir haben den ÖPNV total umgekrempelt", sagt Landrat Tritthart. Das Angebot sei inzwischen wesentlich besser als in anderen Landkreisen, und jetzt gehe es an den Preis. Die Kreis-CSU will in den kommenden sechs Jahren nicht weniger als ein 365-Euro-Ticket für alle Nutzer erreichen. Da müsse freilich der Freistaat mitmachen, sagte Tritthart.

So wie das bereits jetzt geschehen sei. Denn im September starte ein solches Ticket für Schüler und Auszubildende. Erstmals gebe der Staat einen großen Zuschuss zu den Einnahmeausfällen des Landkreises, sagte der Landrat. Nussel bestätigte, dass solche Verbesserungen im ÖPNV eben auch Ziel des Ministerpräsidenten seien. Wenn Bayern in den kommenden zwei Jahrzehnten um zwei Millionen Einwohner angewachsen sei, brauche man die Infrastruktur und entsprechenden Angebote.

Auch Straße ist wichtig

Das bedeutet gleichzeitig, dass die CSU weiterhin auch genauso auf die Straße setzt. Die Zahl der Fahrzeuge werde nicht weniger, sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende. Deshalb spricht sich die CSU klar für den Ausbau der A3 aus und begrüße ebenso die Südumgehung von Herzogenaurach, zum Beispiel. Alle weiteren Einzelpunkte finden sich auf den Webseiten der CSU und des Landrats.

Noch vor dem Punkt "Infrastruktur" hat die CSU in ihrem Wahlprogramm traditionell den Landkreis als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort angesiedelt. Hier will man junge Familien fördern, aber auch den Standort ERH in der Metropolregion weiter stärken, sagte der Landrat. Damit verknüpft ist auch der Bereich Bildung. Dazu zählen die Schulbauten: Das Gymnasium in Spardorf wird für 55 Millionen Euro neu gebaut und am Gymnasium in Höchstadt fehlt jetzt noch der Kollegstufenbau. Ob Neubau oder Sanierung müsse sich noch entscheiden.

Der Bereich Bildung betrifft auch die Berufsschule. Diese soll, im Sinne der Arbeitgeber, neu ausgerichtet werden, damit die Schüler "noch besser auf den Beruf vorbereitet werden", erklärte Walter Nussel.

Freilich hat auch der Klimaschutz einen eigenen Punkt bekommen. Klimaneutralität des Landkreises noch vor 2050 ist eines der Ziele. Andere sind ein Tag der Umwelt, den man einführen möchte, die Teilnahme an der Modellregion Wasserstoffbrennzelle oder auch der Ankauf weiterer ökologisch wertvoller Flächen.

Klares Ja zu St. Anna

Ein klares Bekenntnis gibt Trittharts CSU zum Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt ab. Mit seinen 80 Betten sei es zwar ein kleines Haus und habe es daher schwer, man will es aber im Wettbewerb weiter etablieren. Dazu soll auch die Kooperation mit der Uniklinik Erlangen ausgebaut werden. 78 Feuerwehren gibt es im Landkreis, und für sie soll ein gemeinsames Ausbildungszentrum geschaffen werden. Die ersten Gelder für die Planung sind im Etat enthalten, "jetzt warten wir auf das Gerangel um den Standort", sagte der Landrat mit einem Augenzwinkern.

Und letztlich gibt es noch ein klares Bekenntnis für die Landwirte, wie auch Teich- und Forstwirte. "Sie brauchen Unterstützung", sagt der Landkreischef. Der CSU liegt viel daran, deren Eigentum wertzuschätzen. Man könne nicht einfach Flächen für die Allgemeinheit abzwacken.

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