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Bamberg

CSU fordert Verbleib des Dientzenhofer-Gymnasiums am jetzigen Standort

Nach dem "unabgestimmten Vorpreschen des Koalitionspartners SPD" im Fränkischen Tag vom 24. Juli spricht sich nun auch die CSU-Stadtratsfraktion für einen V...
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Helmut Müller
Helmut Müller
Nach dem "unabgestimmten Vorpreschen des Koalitionspartners SPD" im Fränkischen Tag vom 24. Juli spricht sich nun auch die CSU-Stadtratsfraktion für einen Verbleib des Dientzenhofer-Gymnasiums an seinem Standort in Bamberg-Ost aus.
In Bezug auf die Sanierung unterbreiten die Christsozialen zugleich einen neuen Vorschlag: Durch eine geschickte Ablauforganisation könnten Neubau und Abriss einzelner Gebäudeteile so aufeinander abgestimmt werden, dass der Schulbetrieb durchgehend auf dem großen Grundstück möglich sei. Dadurch sei es möglich, Kosten zu sparen und effektiv zu arbeiten.
"Die vielen Leserbriefe, die öffentlichen Stellungnahmen und die rege Aktivität von Schülern und Eltern haben uns deutlich vor Augen geführt, dass sich die Bambergerinnen und Bamberger einen Verbleib des DG an seinem Standort in Bamberg-Ost wünschen", begründete der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Helmut Müller, den Vorstoß der Christsozialen in einer Pressemitteilung.
Neben dem CSU-Ortsverband Bamberg-Ost spricht sich die größte Fraktion im Bamberger Stadtrat laut der Mitteilung daher nun ebenfalls dafür aus, einen Neubau der Schule am jetzigen Standort in einzelnen Bauabschnitten zu realisieren. "Auf diese Weise können wir Kosten sparen, den Schulbetrieb auch während der Bauphase aufrecht erhalten und damit Schülern, Eltern wie Lehrkräften Planungssicherheit garantieren", fügte der Fraktionssprecher im Schulsenat, Franz-Wilhelm Heller, hinzu.
Unverständnis äußerten die beiden CSU-Vertreter über das unabgestimmte Vorpreschen des Koalitionspartners SPD in Person des SPD-Kreisvorsitzenden Felix Holland im Fränkischen Tag am Montag. "Im Zweckverband Gymnasien haben wir einstimmig mit unseren Freunden aus dem Landkreis festgelegt, dass wir in einem ersten Schritt der Entscheidungsfindung mögliche Veränderungen der Schülerströme bei einer Verlagerung des DG in den Landkreis untersuchen und daraus Schlussfolgerungen ziehen. Umso mehr überrascht das einseitige Vorgehen der SPD."


Einzelne Neubauten

Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion bekräftigte, dass sich die CSU an das mit dem Landkreis verabredete Vorgehen halten werde, unterstrich jedoch, dass für die CSU der Wunsch der Schulfamilie bei der Entscheidung über die Zukunft des DG einen hohen Stellenwert einnehme. Dazu komme, dass die Stadt-CSU keine Lösung mittragen könne, die durch eine etwaige Verlagerung des DG in den Landkreis andere Bamberger Gymnasien in ihrem Bestand gefährdet. Die niedrigen Anmeldezahlen am Kaiser-Heinrich-Gymnasium für das kommende Schuljahr seien hier ein erstes Warnzeichen.
Stattdessen regt die CSU-Stadtratsfraktion in Übereinstimmung mit dem CSU-Ortsverband Ost an, auf dem großen Areal in der Feldkirchenstraße zuerst einzelne Neubauten zu errichten. Dann könnten einzelne Gebäudeblöcke abgerissen werden, was wiederum neuen Platz für weitere Neubauten eröffnete. red

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