Laden...
Kirchehrenbach
kirchehrenbach.inFranken.de  Das Thema Trinkwasser war zentrales Anliegen einer CSU-Mitgliederversammlung.

CSU fordert autarke Wasserversorgung

Das Thema Wasserversorgung war zentrales Anliegen einer CSU-Mitgliederversammlung in Kirchehrenbach, zu der Ortsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister Michael Knörlein im Rahmen eines Dämmerschoppens ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Steiger-Hochbehälter, der Kirchehrenbach mit Wasser versorgt  Foto: privat
Der Steiger-Hochbehälter, der Kirchehrenbach mit Wasser versorgt Foto: privat

Das Thema Wasserversorgung war zentrales Anliegen einer CSU-Mitgliederversammlung in Kirchehrenbach, zu der Ortsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister Michael Knörlein im Rahmen eines Dämmerschoppens eingeladen hatte.

Den Situationsbericht lieferte Gemeinderat Johannes Schnitzerlein. Vor zwölf Jahren sei nach einer Neukonzipierung der Wasserversorgung ein neuer Hochbehälter "Steiger" mit Weitblick und 850 Kubikmeter Fassungsvermögen neu gebaut worden sei. Die gegenwärtige Situation von Lochholz- und Steigerquelle, die den Hochbehälter speisen: Die Lochholzquelle wurde bereits von einer Fachfirma auf 30 Meter mittels "Molch" erkundet und bringe derzeit so gut wie keine Schüttungen mehr. Die zweite Quelle "Steiger" bringe nur noch minimale Leistung und keine drei bis vier Liter in der Sekunde wie bisher. Geschuldet sei dies sicher auch den sehr trockenen Sommermonaten der letzten Jahre, aber auch anderen möglichen Ursachen müsse jetzt nachgegangen werden.

Seit Monaten werde sehr viel Wasser aus der Tiefenbohrung im Wiesenttal nach oben in den Steiger-Hochbehälter gepumpt. Auf Anfrage aus der CSU wurde bestätigt, dass mittlerweile der Grundwasserpegel bei der Flachbohrung weit nach unten gewandert ist. Für die Gemeinde Kirchehrenbach bedeute dies, so Schnitzerlein, dass die Ertüchtigung der Steiger- und Lochholzquellen so rasch wie nur möglich vorgenommen werden müsse oder, so sei im Gemeinderat angedacht worden, in einen Ringverbund mit der Gräfenberggruppe, Pretzfeld oder Forchheim für eine Notversorgung eingegangen werden könnte.

Für diese Notversorgungs- Ringleitungen würden zwar, so Baufachmann Eduard Herrmann, gegenwärtig großzügig Finanzmittel zur Verfügung gestellt, doch sollte dies keinesfalls für Kirchehrenbach eine Dauerlösung sein. Die CSU fordert möglichst eine autarke Lösung für ihre gemeindliche Wasserversorgung.

In der jüngsten Sitzung habe, so Schnitzerlein, der Gemeinderat ein Ingenieurbüro mit der Sichtung beauftragt, inwieweit eine Sanierung durchgeführt werden könne. Außerdem habe man sich für eine Kooperation mit den Stadtwerken Forchheim entschieden, da man sich einen eigenen Wassermeister aus Kostengründen nicht leisten wollte. Für Notfälle könne man sich an Forchheim oder die Gräfenberger Kasberggruppe anschließen.

Dies rief Altbürgermeister Waldemar Hofmann auf den Plan, dessen Bestreben, wie er meinte, immer eine autarke Sicherung der Eigenversorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser für Kirchehrenbach gewesen sei. In weiser Voraussicht habe sich die Gemeinde im Rahmen der ländlichen Entwicklung das landwirtschaftlich unattraktive Wiesengebiet "Egelsee" im Tal zwischen Kirchehrenbach und Pretzfeld zuteilen lassen, weil dort größere Wasservorkommen vermutet worden seien und somit ein idealer Standort für einen weiteren Brunnen wäre.

Die Öko-Ausgleichsfläche stehe seiner Meinung nach nicht im Widerspruch, diesen Bereich auch als künftig weiteres Standbein für die Kirchehrenbacher Wasserversorgung zu nutzen. Die CSU werde sich, so Zweiter Bürgermeister Michael Knörlein, für eine grundlegende Untersuchung des Flurbereichs "Egelsee" als weitere zukunftssichernde Maßnahme für Kirchehrenbachs Wasserversorgung einsetzen. Ein Antrag werde dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Die Diskussionsrunde schloss sich dem Vorschlag von Altbürgermeister Waldemar Hofmann an, wie bereits vor eineinhalb Jahrzehnten vorgesehen, Probebohrungen und eine Schallresonanzerkundung durch die Gemeinde an eine Fachfirma zu vergeben. red

Verwandte Artikel