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LKR Bamberg

CSU bleibt klar stärkste Fraktion

Fast alle im Kreistag vertretenen Parteien und Gruppierungen verlieren Mandate. Die Grünen können ihre Sitze dagegen auf acht verdoppeln, die AFD zieht in Fraktionsstärke ein.
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Blick durch die Glastür in den für die Winterpause verschlossenen großen Sitzungssaal Foto: Ronald Rinklef (Archiv)
Blick durch die Glastür in den für die Winterpause verschlossenen großen Sitzungssaal Foto: Ronald Rinklef (Archiv)

CSU, SPD, Freie Wähler, Bürgerblock und auch die ÖDP haben bei der Kreistagswahl Stimmen und Sitze verloren. Die Grünen und die SPD liegen nahezu gleichauf als zweitstärkste Kraft im Kreistag. Beide Parteien haben nun acht Sitze in dem 60-köpfigen Gremium. Für die SPD ist es ein Verlust von zwei Sitzen, für die Grünen eine Verdopplung der Mandate.

Die CSU bildet wieder die größte Fraktion, bekommt mit 23 Sitzen aber vier weniger als vor sechs Jahren. Den Einzug in Fraktionsstärke in den Kreistag schafft auch die AfD, die auf Anhieb fünf Sitze erhält. Die FDP bekommt nach einem wieder zwei Mandate, wie von 2008 bis 2014. Die ÖDP muss dagegen wieder mit einem Einzelkämpfer vorlieb nehmen, nachdem sie seit 2014 zwei Mandate innehatte. Einen Sitz wird auch Die Linke zugesprochen bekommen, die 1,4 Prozent der Stimmen erhielt.

Die Freien Wähler (FW-ÜWG) haben ihr Ziel, drittstärkste Kraft im Kreistag zu bleiben, nicht ganz erreicht. Mit sieben Sitzen verlieren sie ein Mandat und müssen sich hinter Grünen und SPD einreihen. Bei den Stimmen büßte die FW-ÜWG gegenüber 2014 nur 0,7 Prozentpunkte ein. Härter traf es den Bürgerblock (BBL). 8,5 Prozent der Stimmen reichen nur noch für fünf Sitze, nach sieben in der letzten Wahlperiode. 2014 hatte die parteiunabhängige Gruppierung noch 11,5 Prozent der Stimmen erhalten. Der AfD reichten 8,1 Prozent Stimmenanteil ebenfalls für fünf Mandate.

Bei der Besetzung der 60 Sitze zeichnet sich bisher keine große Überraschung ab. Die Spitzenkandidaten wurden allesamt von den Wählern bestätigt. Bei der CSU erhielten nach Landrat Johann Kalb die Abgeordneten Thomas Silberhorn und Holger Dremel die meisten Stimmen. Die bestplatzierten Frauen auf der CSU-Liste, Anneliese Ggöller und Andrea Weigler, wurden zwar nach hinten gewählt, schafften aber den Einzug in den Kreistag. Ähnlich bei der SPD: Hinter Andreas Schwarz rangieren die Bürgermeister Carsten Joneitis und Jonas Merzbacher. Fraktionsvize Patricia Hanika wurde von Listenplatz zwei auf fünf zurückgewählt. Bei den Grünen dagegen bestätigten die Wählerinnen und Wähler die je drei Frauen und Männer auf den vorderen Listenplätzen.

Die BBL-Spitzenkandidaten Sigrid Reinfelder bekam auch klar die meisten Stimmen ihrer Liste. Die beiden vorderen Plätze der FL-ÜWG, Bruno Kellner und Josef Thomann, sammelten auch in dieser Reihenfolge die Wählerstimmen. Auf der AFD-Liste erhielt Florian Köhler die meisten Stimmen. Die FDP kann wieder Liebhard Löffler und neu Landratskandidat Marco Strube, beide vorne auf der Liste, in den Kreistag schicken. Der ÖDP-Spitzenkandidat Tobias Sieling schaffte ebenfalls den Einzug in den Kreistag.