Heßdorf
Schulsanierung

CSU beharrt auf Kostenprognose

Das Projekt "Sanierung der Grundschule Hannberg" sorgt immer wieder für hitzige und teilweise sehr emotional geführte Debatten im Heßdorfer Gemeinderat. Mitglieder der CSU-Fraktion äußerten in der jün...
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Das Projekt "Sanierung der Grundschule Hannberg" sorgt immer wieder für hitzige und teilweise sehr emotional geführte Debatten im Heßdorfer Gemeinderat. Mitglieder der CSU-Fraktion äußerten in der jüngsten Sitzung erneut ihren Unmut über die Kostenaufstellung, die Kämmerer Jörg Hausam vortrug. Die Kritik galt aber nicht dem Kämmerer, sondern Bürgermeister Horst Rehder (BB). "Du bist der Chef und damit auch verantwortlich", meinte CSU-Gemeinderat Axel Gotthard in Richtung des Bürgermeisters. Die Kernfrage des Gemeinderates zur voraussichtlichen und nachvollziehbaren Kostenendsumme sei wieder nicht ausreichend beantwortet worden.

Das Gremium warte bereits ein dreiviertel Jahr auf eine Kostenaufstellung, die dann zwar vorgelegt werde, aber die gestellten Fragen nicht beantworte und nicht vollständig sei, kritisierte Stefan Martin von der CSU und nahm gleichzeitig den Kämmerer in Schutz. Jörg Hausam hatte die Kostenaufstellung vom Projektbegleiter zur Fortschreibung übernommen und trug auch die ihm bekannten Zahlen vor. "Ich kann nur die Kosten eintragen, die mir bekannt sind und die bezahlt wurden, in die Ausschreibungen und Auftragsvergabe bin ich nicht eingebunden", wehrte sich der Kämmerer.

Die CSU-Fraktion erwartet aber eine Prognose, also mit den bereits vergebenen, aber noch nicht abgerechneten Aufträgen. "Wir wollen wissen, was kostet uns die Schule? Sind es 12 oder 13 Millionen Euro?", forderte Stefan Martin, dem auch bewusst ist, dass der Kämmerer nicht in die Auftragsvergabe eingebunden ist. Dazu müsse der Architekt mit einbezogen werden.

Die Frage nach der Höhe der Fördersummen konnte der Hausam sofort beantworten. Ein Teil der Förderung für Schule und Hort sei bereits angewiesen, die weiteren zugesagten Förderbeträge seien zwar bekannt, werden aber erst nach Verabschiedung des Doppelhaushaltes des Freistaates Bayern ausbezahlt. "Wir hoffen, dass bei der nächsten Sitzung dann auch die gewünschten Zahlen in der Liste stehen", forderte Markus Windisch von der CSU.

Verzögerungen wegen Gerüstbau

Eingangs gab der Bürgermeister einen kurzen Sachstandsbericht zum Verlauf der Sanierungsarbeiten. So laufen die Bauarbeiten des zweiten Bauabschnittes im Wabenbau derzeit planmäßig. Schwierigkeiten bereite aber das Gewerk Gerüstbau, was immer wieder zu Verzögerungen führe. Auch der Innenausbau der Turnhalle verlaufe planmäßig.

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