Coburg
Wählergruppierung

CSB kritisieren die derzeitige Stadtpolitik: Es fehle die Linie

Die Christlich-Sozialen Bürger (CSB) werden zur Wahl 2020 einen Oberbürgermeisterkandidaten ins Feld schicken, ohne derzeit einen Namen zu handeln. Ebenso soll für die anstehenden Kommunalwahlen eine ...
Artikel drucken Artikel einbetten

Die Christlich-Sozialen Bürger (CSB) werden zur Wahl 2020 einen Oberbürgermeisterkandidaten ins Feld schicken, ohne derzeit einen Namen zu handeln. Ebenso soll für die anstehenden Kommunalwahlen eine eigene Stadtratsliste aufgestellt werden. Das beschlossen einstimmig die Mitglieder bei ihrer Hauptversammlung im "Brauhaus zu Coburg".

Ansonsten wurde reichlich Kommunalpolitik betrieben unter der Prämisse des Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Christian Müller: "Wir setzen Akzente." Müller sparte zudem nicht mit Kritik. Der Stadt würde die klare Linie fehlen, der Stadtrat beschäftige sich zu viel nur mit sich selbst, und Entscheidungen, wie die über die Zukunft des Palmenhauses im Rosengarten, würden auf die lange Bank geschoben. Zudem gebe es zu viele Handlungen ohne Linie, nur auf Zuruf, zum Beispiel bei der Planung Güterbahnhof in Verbindung mit Globe.

Müller forderte, da zu viele Themen vor sich her geschoben werden würden, klare Prioritätssetzungen, eine straffe Finanzpolitik ohne die Stadt "kaputt zu sparen" und die Investitionen, die für die Stadt wichtig sind. Ferner sollte Coburg die Rolle als Oberzentrum wahrnehmen. Unter anderem verwies Müller auf die Initiativen des CSB, wie Weihnachtsbeleuchtung, der Kostenfreiheit im Kindergarten und eine CSB-Resolution zum ICE-Zeitfahrplan, bei dem Coburg abgehängt werden sollte.

Ausführlich ging der Vorsitzende Hans-Heinrich Ulmann auf das Geschehen im Stadtrat ein. "Es hat sich bei der CSB nichts Dramatisches ereignet", meinte er und ergänzte, dass künftig die Meinung der Bürger eingeholt werden wird. Angerissen wurden die Themen Leben und Wohnen in der Stadt. Bei der Schaffung von neuem Wohnraum konnten die Mieten niedrig gehalten werden. Durch die Neugestaltung der Ketschenvorstadt ist neues Leben in alte Mauern gebracht worden. Die Bebauung Vorderer Floßanger stehe in den Startlöchern, und den Steinweg bezeichnete Ulmann als Sanierungsgebiet.

Beim Landestheater bestehe weiterhin Handlungsbedarf, und zu einem möglichen Kongresszentrum mit Hotel, was für Coburg wichtig sei, fragte er: "Wohin soll die Reise gehen?" Ulmann stellte den Abriss des Kongresshauses in den Raum.

Stadtrat Gerhard Amend ließ wissen, dass zehn Millionen Euro für Wohnungsbau in den städtischen Haushalt eingestellt sind. Er bemängelte, dass beim Thema Sanierung des Landestheaters viel zu viel Zeit vergeudet werde. Das Defizit, die Öffentlichkeit bei Entscheidungen mehr einzubinden, sei zu beheben, meinte er. Viele geplante Investitionen können laut Amend derzeit wegen Überlastung der Baubetriebe nicht ausgeführt werden. dav

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren