Kutzenberg

Couragierte, kompetente Chefärztin

Kora Hahn wurde als Chefärztin in Kutzenberg feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Sie wird aber im ambulanten Bereich weiterhin tätig sein. Als ihr Nachfolger wurde Dirk Günthel vorgestellt.
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Kora Hahn mit ihrer Enkelin Theoline (2), die das hübsch verpackte Geschenk unbedingt in Händen halten wollte und der dieser Wunsch auch erfüllt wurde. Foto: Konstanze Kastner/BKO
Kora Hahn mit ihrer Enkelin Theoline (2), die das hübsch verpackte Geschenk unbedingt in Händen halten wollte und der dieser Wunsch auch erfüllt wurde. Foto: Konstanze Kastner/BKO
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 Geschäftsleitung, etliche Wegbegleiter, Familie und viele mehr - die Zahl derer, die durch ihr Kommen Kora Hahn im Festsaal ihre Anerkennung entgegenbrachten, war enorm. Und das kam nicht von ungefähr, denn 29 Jahre ärztliches Wirken am Bezirksklinikum Obermain, davon 23 Jahre als Chefärztin der Klinik für internistische Rheumatologie, sind schon eine Referenz. Die "Chefärztin von Haltung und Format" übergibt zwar die Leitung, ist aber weiterhin im ambulant-rheumatologischen Bereich in Kutzenberg dreimal wöchentlich tätig.

Leitender Ärztlicher Direktor Thomas Kallert ging in seiner Rede auf die lange Vita Kora Hahns ein.

Im thüringischen Heiligenstadt geboren, legte Hahn 1972 ihr Abitur ab, erhielt 1974 die staatliche Anerkennung als Krankenschwester und studierte in Leipzig und Erfurt schließlich Humanmedizin. Es folgten das medizinische Staatsexamen 1980 und erste Jahre als Ärztin. 1985 legte Hahn die Facharztprüfung ab. Im April 1990 wurde sie als Oberärztin in der Rheumaklinik des Bezirksklinikums Obermain eingestellt. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1991 übertrug man ihr kommissarisch die Leitung der Klinik für Internistische Rheumatologie, zum 1. Januar 1996 erfolgte die Bestellung Hahns als Chefärztin.

"Sie stand in all den Jahren nicht nur für die Sache, sprich die Betreuung der ihr anvertrauten Patienten, sondern auch unverbrüchlich zu ihren Mitarbeitern, und dies stets mit Klarheit und Geradlinigkeit", würdigte sie Kallert.

"Gefühl großer Dankbarkeit"

Emotionale Worte fand Katja Bittner als Vorstand der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO). Hahn verkörpere "ein Stück Beständigkeit", was in dieser Zeit besonders hervorzuheben sei. Ihre Verabschiedung in den Ruhestand sei deshalb mit einem Gefühl der großen Dankbarkeit verbunden. Hahn habe mit Fleiß und Herzblut als couragierte und kompetente Chefärztin gewirkt und die rheumatologische Versorgung in der Region nachhaltig stark mitgeprägt. Die enge Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung habe ihr immer am Herzen gelegen, was einen unschätzbaren Vorteil für die Patienten darstelle, führte Bittner aus.

Wie Thomas Kallert brachte sie ihre Freude zum Ausdruck, dass Hahn in Kutzenberg weiterhin im ambulanten Bereich ihre Kompetenz einbringe: "Sie sind ja zum Glück nur mit einem Bein im Ruhestand."

Das Zepter der Klinikleitung in der Internistischen Rheumatologie hatte Hahn Ende Oktober an Dirk Günthel übergeben. Dem Nachfolger ist bewusst, dass er in große Fußstapfen tritt. "Die Klinik steht auf einem stabilen Fundament, das Sie aufgebaut haben", zog er den Hut vor Hahn und sicherte ihr zu, in diesem Sinne die Klinik weiterzuführen.

Das Schlusswort gebührte Kora Hahn selbst, die - bekannt unkompliziert und heiteren Wesens - amüsant von ihrem etwas holprigen Start am Bezirksklinikum vor knapp 30 Jahren berichtete: Zum Vorstellungsgespräch 1990 kam sie deutlich zu spät, weil sie Kutzenberg - damals noch ohne Navigationsgerät - einfach nicht finden konnte. Umso glücklicher sei sie freilich gewesen, als sie die Stelle dann doch erhielt. Vor drei Jahrzehnten gingen die Uhren noch anders, sagte Hahn rückblickend. Frauen in Leitungspositionen seien noch alles andere als selbstverständlich gewesen. Und es sei üblich gewesen, dass das Personal auf dem Klinikgelände in Kutzenberg wohnte.

Sie erinnerte auch an mittlerweile verstorbene Kollegen und dankte Pflegern, Ärzten sowie der Verwaltung. "Man war nicht immer einer Meinung, aber wir haben stets einen Konsens gefunden", zog sie ein sehr positives Resümee.

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