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Uttenreuth
Rettung

Couragierte Ersthelfer bei Verkehrsunfall ausgezeichnet

Die Rettung seines Lebens hat ein 18-jähriger Autofahrer drei Ersthelfern an der Unfallstelle zu verdanken. Die Polizeiinspektion Erlangen-Land hat im Nachgang diese Helfer in die Dienststelle eingela...
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Die Rettung seines Lebens hat ein 18-jähriger Autofahrer drei Ersthelfern an der Unfallstelle zu verdanken. Die Polizeiinspektion Erlangen-Land hat im Nachgang diese Helfer in die Dienststelle eingeladen und zusammen mit einem Vertreter des Rettungsdienstes geehrt.

Ende November waren Martina Haibach, Helmut Memmert und Johann Weber an einem Samstagmorgen an eine Unfallstelle gelangt. Unmittelbar zuvor war ein 18-Jähriger mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und anschließend auf dem Fahrzeugdach liegend in seinem Wagen eingeklemmt worden.

Memmert, der am Ortsrand von Marloffstein in unmittelbarer Nähe wohnt, hatte den Unfall mitbekommen und war zur Unfallstelle gerannt. Haibach und Weber hatten unabhängig voneinander an der Unfallstelle angehalten. Schnell erkannte Memmert, dass der Unfallwagen im hinteren Bereich zu rauchen und zu brennen begann. Zusätzlich roch es bereits nach Benzin.

Nachdem ein Notruf abgesetzt worden war, versuchte Memmert erfolglos, mit seiner Jacke die kleinen Flammen zu ersticken. Um schnell den beginnenden Brand löschen zu können, entschlossen sich die beiden Männer, mit einem Auto bei Memmert zu Hause einen Feuerlöscher zu holen. Während dieser Zeit kümmerte sich Martina Haibach um den jungen Mann, der in höchster Panik im verbeulten Unfallwagen festsaß. Schließlich konnten Helmut Memmert und Johann Weber mit dem herbeigeschafften Feuerlöscher die aufkommenden Flammen so weit bekämpfen, dass keine unmittelbare Gefahr mehr für den Verletzten bestand. Die rasch eintreffenden benachbarten Feuerwehren konnten den Brand vollends löschen und den jungen Mann befreien. Er kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Die eingeladenen Helfer waren über die nun folgende Einladung zur Polizeiinspektion Erlangen-Land ebenso überrascht wie erfreut. In seiner Begrüßung stellte Dienststellenleiter Armin Dierl heraus, dass dieses außergewöhnlich engagierte Verhalten der Ersthelfer sehr wertzuschätzen sei. Hervorzuheben sei auch die Teamarbeit, mit der hier vorgegangen wurde. Leider gebe es an Unfallstellen immer noch zu viele Gaffer, die lieber ihr Smartphone zum Fotografieren zückten anstatt anzupacken und zu helfen.

Wichtige Rolle

Thomas Heideloff vom Bayerischen Roten Kreuz betonte die Rolle der Ersthelfer an einer Unfallstelle. Diese würden durch ihr Wirken eine sehr wichtige Grundlage für die weitere Versorgung der Verletzten durch den Rettungsdienst leisten. Das vorbildliche Verhalten der drei Helfer verdiene höchste Anerkennung. Wichtig sei immer, etwas zu tun, der größte Fehler wäre, nichts zu tun. Eine Absicherung der Unfallstelle und das Absetzten eines Notrufs sei für jeden möglich. Wichtig sei auch, einem Verletzten einfach nur beizustehen, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

Für Helmut Memmert, der zum ersten Mal in seinem Leben an eine Unfallstelle gekommen war, war es ein Anliegen, die professionelle und ruhige Arbeitsweise der freiwilligen Feuerwehren besonders hervorzuheben. Er selbst habe einfach das gemacht, was er konnte.

Johann Weber und Martina Haibach waren froh, dass sie nicht alleine an der Unfallstelle waren. Das Zusammenwirken habe sehr geholfen. Am schlimmsten sei die psychische Belastung für die Helfer gewesen, nämlich die anfängliche Ohnmacht, dem um Hilfe Rufenden nicht sofort helfen zu können. Abschließend wurde ein kleines Geschenk mit Erinnerungskarte überreicht. Eine anschließende Führung durch die Dienststelle rundete den Besuch ab. pol