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Coburg
KOMMENTAR von Sven Dörr

Corona und Camping

Aktuell schreibt jeder seine ganz persönliche Corona-Geschichte. Es sind meist sehr bittere Kapitel – gesundheitlich, sozial, psychisch, vor allem aber auch ökonomisch. Manche Betriebe und Branchen st...
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Aktuell schreibt jeder seine ganz persönliche Corona-Geschichte. Es sind meist sehr bittere Kapitel – gesundheitlich, sozial, psychisch, vor allem aber auch ökonomisch. Manche Betriebe und Branchen stecken die Umsatzeinbußen besser weg als andere. Häufig kann die Arbeit im Homeoffice erledigt werden, ist kein Kundenkontakt nötig, wird der Notbetrieb aufrechterhalten und/oder staatliche Hilfen kommen an. Immerhin. So mancher Branche bricht die Kundschaft jedoch komplett weg und es besteht keinerlei Möglichkeit, die fehlenden Umsätze zu kompensieren. Neben vielen anderen in der Tourismusbranche können auch die Campingplatzbetreiber aktuell ein Lied davon singen. Hier ist jetzt der Staat gefragt. Sollten Soforthilfen ausbleiben oder an hohe bürokratische Hürden geknüpft sein, könnte dies das Aus für viele Plätze bedeuten – auch in unserer Umgebung. Der Folgeschaden für die gesamte Tourismusregion wäre nicht zu unterschätzen. Die persönliche Perspektive einiger bodenständiger Urlauber kommt hinzu: Der Campingausflug in der Heimat wäre gestrichen. Ob die Pauschalreise an die zubetonierten Küstenstreifen des Roten Meeres ein würdiger Ersatz hierzu wäre, muss jeder selbst entscheiden – ob die dortigen Hotelketten die Krise überstehen, steht zudem auf einem anderen Blatt.

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