Coburg
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Coburger Studenten haben die Elektromobilität durchleuchtet und bewertet

Stellt die Elektromobilität eine glaubhafte und innovative Alternative zur Antriebskraft von fossilen Brennstoffen dar? Mit dieser Frage beschäftigten sich ...
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Hightech vor historischer Kulisse: Andreas Stirner von der KÜS Coburg mit den Studierenden Georg Braun, Kevin Offermann und Michael Ananin (von links)  Foto: Franziska Koch
Hightech vor historischer Kulisse: Andreas Stirner von der KÜS Coburg mit den Studierenden Georg Braun, Kevin Offermann und Michael Ananin (von links) Foto: Franziska Koch
Stellt die Elektromobilität eine glaubhafte und innovative Alternative zur Antriebskraft von fossilen Brennstoffen dar? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Coburger Studenten Georg Braun (Bioanalytik), Kevin Offermann und Michael Ananin (beide Betriebswirtschaft) im Rahmen des interdisziplinären Projekts "Raumschiff Erde in Gefahr? Das Zeitalter des Menschen: Was können wir tun? Müssen wir handeln?".
Zwei Semester lang beleuchteten sie konkrete Unternehmenspraxis am Beispiel Elektromobilität der Marke Tesla und stellten beispielsweise die tatsächliche Ökobilanz der Fahrzeuge sowie deren Massentauglichkeit auf den Prüfstand. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten sie gemeinsam mit 34 weiteren Projekten aus insgesamt zehn Studiengängen auf der hochschulöffentlichen Veranstaltung "Projekt & Praxis". Neben einem Infostand warteten die Studierenden mit einem besonderen Ausstellungsstück auf: Einem Tesla Model X, den ihnen Dipl.-Ing. (FH) Andreas Stirner von der KÜS Coburg zur Verfügung gestellt hat. Die Besucher konnten das Fahrzeug nicht nur von außen bestaunen, sondern durften auch einmal Probesitzen. Das Unternehmen Tesla wurde 2003 von Elon Musk und anderen in San Carlos, USA, gegründet mit dem Ziel, Elektrofahrzeuge einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Musk geht auch in Sachen Umweltschutz voran: Er entwickelt eigene Dachziegel mit versteckten Solarzellen, damit Teslabesitzer den Strom für ihre Fahrzeuge selbst erzeugen können. Zudem arbeitet er mit dem Batterie-Recycler Umicore zusammen, um den Materialkreislauf möglichst geschlossen zu halten.


Braun: Das reicht nicht

Für Georg Braun ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch appelliert der Student an ein konsequenteres Umdenken: In Deutschland sollte aufgehört werden, weiter aktiv für fossil angetriebene Fahrzeuge zu werben.
Doch viele Autofahrer in Deutschland schreckt nach wie vor die mangelhafte Infrastruktur für E-Autos, denn vielerorts fehlen schlicht und einfach Ladestationen. Zudem sind nicht alle in Deutschland verbreiteten Steckertypen mit jeder verfügbaren Ladestation kompatibel. Zumindest was den Preis für die Neuanschaffung eines Tesla betrifft, geht die Entwicklung in Richtung Durchschnittsverdiener. Das seit 2017 erhältliche Model 3 liegt mit etwa 30 000 Euro in der Standardausführung im Preissektor eines Mittelklassefahrzeugs.
Würden sich die Studierenden bei einem Autokauf also für einen Tesla entscheiden? Georg Braun bejaht das, schränkt aber ein: "So schön die Autos auch sind, der Tesla allein bringt nicht den Wandel für erneuerbare Energien. Da muss noch mehr kommen!" red


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