Meeder

Coburger Autoren lesen am Samstag gegen rechts

Zur Lesung "Coburger Autorinnen und Autoren gegen rechts" lädt das Friedensmuseum Meeder am Samstag, 9. November, um 19.30 Uhr in seine Lernwerkstatt Frieden ein. Eine weitere Lesung folgt am 15. Nove...
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Zur Lesung "Coburger Autorinnen und Autoren gegen rechts" lädt das Friedensmuseum Meeder am Samstag, 9. November, um 19.30 Uhr in seine Lernwerkstatt Frieden ein. Eine weitere Lesung folgt am 15. November um 19 Uhr in der Nikolauskirche in Weitramsdorf.

Bürgerpflicht

Mit ernsten und satirischen Texten, Kurzgeschichten, Gedichten und autobiografischen Betrachtungen wollen die Autorinnen und Autoren Flagge zeigen gegen rechten Populismus, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Sich einzumischen und ein deutliches Nein zu sagen, wenn nationalistische und rassistische Kräfte immer größeren Raum in unserer Gesellschaft einnehmen, ist nach ihrer Überzeugung eine selbstverständliche Bürgerpflicht, gerade in Anbetracht der jüngsten Wahlergebnisse: "Niemand sollte die Augen verschließen und zulassen, dass Toleranz und Mitmenschlichkeit gegenüber Ausländern und Minderheiten beständig abnehmen."

Bereits im November vergangenen Jahres veranstaltete die Gruppe, zu der Martin Droschke, Nicole Eick, Heidi Fischer, Isabel Firsching, Christian Göller, Manfred Kern und Dieter Ungelenk zählen, eine Lesung zu diesem Thema.

Der rege Zuspruch beim Publikum ermutigte sie, das Engagement fortzusetzen und weiterhin in wechselnder Besetzung Flagge zu zeigen.

Unterstützt werden sie von der Coburger Grafikerin Sandra Küntzel, die die Plakate gestaltet. Die Veranstaltung am 9. November im Friedensmuseum wird Harald Demetz musikalisch umrahmen.

Die Lesung findet an einem symbolträchtigen Datum statt, das an einen Triumph der Freiheit, aber auch an tiefste Menschenverachtung erinnert: Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, wurde die Berliner Mauer geöffnet und damit das Ende der deutschen Teilung eingeläutet.

In mahnender Erinnerung an die nationalsozialistischen Pogrome gegen die deutschen Bürger jüdischen Glaubens im Jahr 1938 ist der 9. November in Deutschland aber auch ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Freier Eintritt

Der Eintritt zu den Lesungen ist jeweils frei, um Spenden wird gebeten. Die Einnahmen gehen zu gleichen Teilen an Exit Deutschland (eine Hilfsorganisation für Aussteiger aus der Neonazi-Szene) und B.U.D. (Beratung, Unterstützung und Dokumentation - eine Hilfsorganisation für Opfer rechtsextremer Gewalt). red

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