Zeil am Main

Claudia Roth besucht Zeil und informiert sich über Bio-Imkerei

"Wir bekommen Stabilisierungshilfe, deshalb können wir uns kein goldenes Buch leisten", sagte der Zeiler Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) am Freitag scherzhaft beim Empfang der Bundestagsvizepräs...
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Über die Bio-Imkerei informierten sich die Bundespolitikerin Claudia Roth (Dritte von links) sowie die Grünen-Bezirkstags- und Landtagskandidaten (von links) Peter Werner, Yatin Shah und Birgit Reder-Zirkelbach bei ihrem Parteifreund und Kreisrat Harald Kuhn. Foto: Christian Licha
Über die Bio-Imkerei informierten sich die Bundespolitikerin Claudia Roth (Dritte von links) sowie die Grünen-Bezirkstags- und Landtagskandidaten (von links) Peter Werner, Yatin Shah und Birgit Reder-Zirkelbach bei ihrem Parteifreund und Kreisrat Harald Kuhn. Foto: Christian Licha

"Wir bekommen Stabilisierungshilfe, deshalb können wir uns kein goldenes Buch leisten", sagte der Zeiler Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) am Freitag scherzhaft beim Empfang der Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) im Zeiler Rathaus.

Mit dieser Anmerkung zu der nicht gerade rosigen finanziellen Situation der Stadt bat Stadelmann auch gleich um Beistand für den Erhalt des Hallenbades. "Wir möchten das Bad erhalten, aber können es nicht alleine stemmen", machte das Stadtoberhaupt der Spitzenpolitikerin klar und erzählte ihr von den "guten Jahren", als mit dem Milewski Möbelwerk und der Zuckerfabrik noch starke Gewerbesteuerzahler in der Fachwerkstadt beheimatet waren.

Gesamtes Maintal versorgt

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Damals, vor über 40 Jahren, war es ein Leichtes, das Schwimmbad zu bauen. Zusammen mit dem Hallenbad in Knetzgau versorge man heute praktisch das ganze Maintal mit einer Schwimmmöglichkeit für Schüler, Vereine und die gesamte Bevölkerung während des ganzen Jahres. Die 63-jährige Bundespolitikerin, die im bayerischen Schwaben wohnt, versprach, sich für Zeil und andere Städte und Gemeinden stark zu machen, die ein ähnliches Problem haben.

"Es ist dramatisch, wieviele Menschen ertrinken", sagte Roth im Hinblick darauf, dass der Schwimmunterricht an den Schulen und in Vereinen lebensrettend sein kann. Stadelmann und Roth stimmten überein, dass jedes Kind spätestens im Grundschulalter das Schwimmen lernen sollte. "Uns geht es in Bayern gut", so der Bürgermeister, "aber in gewissen Situationen sollte man neu denken".

Auch die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann, die Claudia Roth begleitete, war der Meinung, dass "wir das Geld haben, um Schwimmbäder zu erhalten". Kultur sei zwar auch wichtig, aber man solle lieber vorausschauender Investieren, als zu viele Kunstwerke zu errichten, war die Parlamentarierin aus Hammelburg der Meinung.

Mit den Worten "Den Bürgerinnen und Bürgern von Zeil am Main, dieser zauberhaft schönen Stadt, mit einer langen bewegten Geschichte, wünsche ich von Herzen eine Zukunft in friedlichem, glücklichem Zusammenhalt" trug sich Roth dann ins neue Stadtbuch ein, "auch wenn es nicht aus Gold ist". Im Rahmen des 1000. Stadtjubiläums hat man nämlich einen Band zusammengestellt, in dem alle Aktivitäten im Festjahr festgehalten werden, erklärte Stadelmann, nachdem er kurz die Geschichte der Stadt umriss.

Honig aus Zeil

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Vor dem offiziellen Teil im Rathaus war Claudia Roth zusammen mit den Kandidaten für die bevorstehenden Wahlen, Peter Werner aus Westheim (Bezirkstag), Yatin Shah aus Bad Königshofen und Birgit Reder-Zirkelbach aus Kleineibstadt (beide Landtag) zu Gast bei Bienenzüchter und Parteifreund Harald Kuhn. Der 61-jährige Zeiler, der auch Kreisrat ist, erklärte den Anwesenden die Grundsätze der Bio-Imkerei, die er betreibt. Roth, die nach eigenem bekunden am liebsten Naturjoghurt mit einem Schuss Honig isst, freute sich besonders über einige Gläser des Zeiler Naturproduktes. cl



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