Pfarrweisach
Kandidat

Christoph Göttel setzt auf Wechsel im Rathaus

Eckehard Kiesewetter Pfarrweisach — "Es wird schwer werden, das weiß ich", sagt Christoph Göttel, weil ich ja zugezogen bin: "Aber ich will es den Bürgern anbieten": Der 36-Jährige tritt für die Freie...
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Christoph Göttel will Bürgermeister in Pfarrweisach werden. Foto: pr
Christoph Göttel will Bürgermeister in Pfarrweisach werden. Foto: pr

Eckehard Kiesewetter Pfarrweisach — "Es wird schwer werden, das weiß ich", sagt Christoph Göttel, weil ich ja zugezogen bin: "Aber ich will es den Bürgern anbieten": Der 36-Jährige tritt für die Freien Wähler (FWG) in Pfarrweisach als Bewerber um das Bürgermeisteramt an. Mit dem amtierenden Rathauschef Ralf Nowak (ÜWG) und Markus Oppelt, der wieder für die CSU antritt, stehen im März voraussichtlich drei Bewerber zur Wahl.

Göttel, der aus Suhl stammt und 2006 nach Pfarrweisach kam, kann auf den Rückhalt der Freien Wähler bauen. Sie haben ihn kürzlich zu ihrem Vorsitzenden gemacht. Bei der FWG schätzt man ihn wegen seiner Ehrlichkeit, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit und wegen seines vorbildlichen bürgerschaftlichen Engagements. Er sei grundehrlich und kritikfähig, lobt Rainer Mönch .

Der gelernte Bäcker Göttel ist heute mit dem Vertrieb von Lederwaren erfolgreich. 2007 gegründet, beschäftigt sein Internetshop ("Lederwaren 24") inzwischen vier Mitarbeiter.

Der 36-Jährige folgt an der FWG-Spitze Hilmar Prinzbach nach. Dieser gab bei der Jahresversammlung zu, dass bei den Freien in der Weisachgemeinde in den letzten Jahren nicht viel passiert sei, aus gesundheitlichen und privaten Gründen. Prinzbach zog sich daher vom Amt des Vorsitzenden zurück.

Einer mehr jener Fälle, in denen Göttel bereitwillig einspringt. "Ich möchte den Zusammenhalt in der ganzen Gemeinde stärken", sagt Göttel, "ich will etwas bewegen". Nur vereint und im Dialog könne man für Pfarrweisach das Beste herausholen. Um die Weisachgemeinde wirtschaftlich voranzubringen, möchte er zum Beispiel Anreize schaffen, dass sich kleine und mittelständische Unternehmen ansiedeln.

Wie wichtig ihm die Gemeinschaft ist, beweist er als Mitglied des TSV, durch seinen Einsatz bei der Feuerwehr, sein Engagement im Gemeinderat (seit 2014) und als Jugendreferent. Als der Schwimmbadverein Kraisdorf plötzlich ohne Bademeister dastand, sprang Christoph Göttel in die Bresche, legte das silberne Rettungsschwimmabzeichen ab und ist seither am Beckenrand zur Stelle.

Gestern war so ein Tag, an dem er zur Mittagsstunde wegen eines Feuerwehreinsatzes aus seinem Geschäft gerufen wurde. Ab 14 Uhr war Dienst im Freibad angesagt und abends ging es zur Sitzung des Gemeinderats.

Die Unabhängige Liste (ULB), für die er einst in den Rat einzog, hat Göttel inzwischen verlassen. Bei der Wahl 2020 soll eine gemeinsame Liste mit CSU, KUL und SPD den "Freien" womöglich mehr Sitze am Ratstisch eintragen als 2014. Aktuell stellt die FWG einen Gemeinderat und einen Ortssprecher.

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