Bamberg

Chapeau Claque fliegt zum Mond

Das Bamberger Kindertheater feiert mit seiner Winterproduktion das Jubiläumsjahr der Mondlandung. Das Stück "Armstrong - Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond" feiert am Sonntag in der Grafensteinstraße Premiere.
Artikel drucken Artikel einbetten
Szene aus dem neuen Stück "Armstrong - Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond" Foto: Chapeau Claque
Szene aus dem neuen Stück "Armstrong - Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond" Foto: Chapeau Claque

Vor genau 50 Jahren, am 21. Juli, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Den legendären Satz "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit" kennt heute so gut wie jedes Kind. Was der Mensch dort oben wollte? Zeigen, dass es einen Weg gibt, wenn es den entsprechenden Willen gibt, meint der Schweizer Philosoph Walther Zimmerli. Die Faszination für den Mond ist Thema in vielen Kinderbüchern, in Tomi Ungerers "Der Mondmann" oder auch "Peterchens Mondfahrt", das vor mehreren Jahren bei Chapeu Claque in der Grafensteinstraße zu sehen war.

In der aktuellen Winterproduktion "Armstrong - Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond" nach dem bekannten Bilderbuch von Torben Kuhlmann stellt Chapeu Claque eine etwas andere Verschwörungstheorie über die Mondlandung auf.

Viel Liebe zum Detail

Erst Mitte Oktober hat das Bamberger Kindertheater eine fulminante Spielzeiteröffnung hingelegt: Das Kindermusical "Katze mit Hut" in der Inszenierung von Heidi Lehnert, erfreut sich großer Beliebtheit - die Vorstellungen waren so schnell ausverkauft, dass es bereits mehrere Zusatztermine gibt. "Wir freuen uns sehr über den Zuspruch - auch ,Armstrong' wird bestimmt prima beim Publikum ankommen", sagt Lehnert, die auch die Künstlerische Leitung von Chapeau Claque innehat, in der Pressemitteilung. Mit dem Regisseur Christian Claas sollte das kein Problem werden - seine stimmungsvolle Inszenierung von Dickens "Eine Weihnachtsgeschichte" im Vorjahr ist sicher noch vielen in lebhafter Erinnerung.

Diesmal hat Claas nicht nur die Spielfassung selbst geschrieben, sondern zeichnet auch für die Bühnenmusik verantwortlich. Als Ausstatterin konnte Karina Liutaia gewonnen werden, deren Arbeiten u. a. am E.T.A.-Hoffmann-Theater und beim TiG zu sehen waren.

Mit viel Liebe zum Detail werden die Mäuse ausgerüstet, Raumkapseln und Teleskope gefertigt, auch Projektionen und Videoeinspielungen dürfen bei so einem Thema nicht fehlen. "Es ist toll, dass wir dieses Jahr zwei so unterschiedliche Stücke in der Vorweihnachtszeit im Programm haben", sagt Lehnert, "auch Vormittagsvorstellungen für Schulen und Kindergärten bieten wir von beiden Stücken an."

Mehrfach ausgezeichnet

Aber was hat es denn nun mit der "Verschwörungstheorie" in der neuen Theaterproduktion auf sich? Hoch über den Dächern von New York lebt eine kleine alte Maus namens Armstrong. Seit langer Zeit studiert sie mit großer Leidenschaft die Welt der Sterne. Heimlich besucht sie die Universität der Menschen und blickt oft stundenlang mit dem Teleskop in den Weltraum - Spezialgebiet: der Mond. Eines Tages kommt ihr Enkel zu Besuch und entdeckt auf dem Dachboden verschiedene eigenartige Notizbücher. Hat der Opa etwa ein großes Geheimnis? Warum kennt er sich mit dem Mondflug so gut aus, als wäre er dabei gewesen?

Torben Kuhlmann, Autor und Illustrator, hat bereits mit seinem ersten Kinderbuch "Lindbergh", das er als Diplomarbeit (!) einreichte, eine erfolgreiche Reise um die Welt angetreten. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Wie schwierig ist es, ein solches Buch auf die Bühne zu übertragen? "Es ist immer eine Herausforderung", erklärt Regisseur Christian Claas, "aber das Interessante ist ja, dass jede Darstellungsform nach anderen Mitteln verlangt. Und diese mit den Schauspielern zu erarbeiten ist besonders spannend."

Bei Marie-Sophie Weidinger und Valentin Kärner ist der Regisseur da genau an die Richtigen geraten. Die Freude am Ausprobieren ist ihnen anzusehen. "Es macht richtig Spaß, die Figuren und Szenen zu entwickeln", erzählt die Schauspielerin und Musicaldarstellerin Marie-Sophie Weidinger, die bereits mehrfach am Landestheater Coburg zu sehen war.

"Und ,Armstrong' ist wirklich spannend. Ein Abenteuer für Groß und Klein." Na dann, guten Flug! red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren