Coburg
Kinderbetreuung

Chance für "Ascolino", mehr Plätze in Scheuerfeld

Die Stadt braucht mehr Plätze in Kindertagesstätten - obwohl es bereits 1548 Betreuungsplätze gibt und im "Abenteuerland" der Arbeiterwohlfahrt an der Neustadter Straße kurzfristig zwei neue Krippengr...
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Die Stadt braucht mehr Plätze in Kindertagesstätten - obwohl es bereits 1548 Betreuungsplätze gibt und im "Abenteuerland" der Arbeiterwohlfahrt an der Neustadter Straße kurzfristig zwei neue Krippengruppen eingerichtet werden konnten.

Trotzdem: Es fehlen 90 Plätze. 43 sollen nun so rasch wie möglich eingerichtet werden, und zwar 25 in der Stadtmitte sowie 65 in den Regionen "Nord" und "Nordwest". Dieser Beschluss des Stadtrats basiert auf einer Analyse des Modus-Instituts über das vorhandene Angebot an Kita-Plätzen.

Klar war bislang nur, dass der Kindergarten "Bergwichtel" auf dem Gelände der Medau-Schule erweitern darf. Das hatte der Jugendhilfesenat bereits Ende Februar beschlossen. In einer Sondersitzung am 22. Mai wurden nun zwei weitere Träger beauftragt, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Scheuerfeld-Weidach soll erweitern, und die Sprachenschule Asco darf ihren bilingualen Kindergarten einrichten.

Bei beiden Einrichtungen gibt es aber noch Fragezeichen. Denn möglich wäre es, in Scheuerfeld einen Kindergarten direkt an der Grundschule einzurichten, wenn das Gebäude erweitert oder gar neu gebaut wird. Das sei aber noch nicht entschieden, sagt Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD), für die Jugendhilfe zuständig. Bei einer Einrichtung des Kindergartens im Schulgebäude müsste die Stadt den Bau finanzieren. Die Kirchengemeinde könnte aber auch ihren eigenen Kindergarten vergrößern.

Was "Ascolino" angeht, die zweisprachige Einrichtung der Sprachenschule Asco, so ist diese in der Stadtmitte vorgesehen. Ziel sei es, die Kita in einer vorhandenen Immobilie unterzubringen, sagt Nowak. Die beiden Grünen-Stadträte hatten vorgeschlagen, zur Überbrückung notfalls Container auf dem Gelände der früheren Spindler-Villa nahe dem Kongresshaus aufzustellen. In ähnlicher Weise hatte seinerzeit das Gymnasium Casimirianum eine Umbauphase überbrückt. Eine solche Containerlösung soll Nowak zufolge aber möglichst vermieden werden.

"Abgesehen von den weiteren Entscheidungen zur Finanzierung und den baulichen Umsetzungen ist in der Stadt Coburg weiterhin gesichert, dass jedes Kind einen Kinderbetreuungsplatz zur Verfügung gestellt bekommen kann", betont Nowak.

Dazu trägt auch bei, dass die HUK Coburg angekündigt hat, eine eigene Betriebskita einzurichten. "Dadurch werden in den bestehenden Kindertagesstätten Plätze frei", erläutert Nowak. Der Stadtrat hätte dem Dritten Bürgermeister zufolge auch einen geringeren Bedarf an zusätzlichen Plätzen feststellen können, aber: "Der Stadtrat hat sich in seiner Bedarfsfeststellung auch immer an den maximalen Bedarf orientiert, weil Coburg damit auch seiner oberzentralen Funktion für die Region gerecht wird." sb

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