Buttenheim

Buttenheim setzt Zeichen für Grundwerte

Der Bürgermeister bedankt sich bei allen Helfern für ihren Einsatz bei der Integration geflüchteter und asylsuchender Menschen.
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Mitte Februar waren in Buttenheim Flyer verteilt worden, die offensichtlich im Zusammenhang mit einem Vortrag der Projektstelle gegen Rechtsradikalismus standen. Die Gemeindeverwaltung und der Marktgemeinderat nahmen diese Angelegenheit zum Anlass, um das grundsätzliche Engagement gegen Rechtsextremismus beziehungsweise gegen alle Arten des Extremismus zu diskutieren.

Besonders im Hinblick auf die eigene Geschichte sei es für die Gemeinde eine besondere Verpflichtung, "für die verfassungsrechtlich geschützten Grundwerte und Achtung der Menschenrechte einzutreten". Erster Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) erläuterte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass sich die Marktgemeinde Buttenheim "aktiv für Vielfalt und Menschenrechte einsetzt und jede Form von Extremismus verurteilt". Er bat darum, falls der Bevölkerung Aktionen von Extremisten auffallen, diese dem gemeindlichen Ordnungsamt beziehungsweise der Polizei zu melden. Informationsbroschüren und Flyer gegen Extremismus sind ab sofort im Bürgeramt des Buttenheimer Rathauses erhältlich.

Karmann berichtete in diesem Zusammenhang, dass die Integration geflüchteter und asylsuchender Menschen in Buttenheim durch den großen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer vor Ort in den vergangenen drei Jahren sehr erfolgreich verlaufen sei. Er bedankte sich bei allen, die sich in diesem Bereich engagieren. Alle Helfer verdienten es, durch den Markt unterstützt zu werden, so Karmann, "da sie sich vorbildlich für soziale Gerechtigkeit, Fairness und Toleranz einsetzen".

Gemeinsam mit der bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (Bige) wurde im Vorfeld zur letzten Marktgemeinderatssitzung eine Resolution erarbeitet. Ergänzt durch Anregungen aus dem Gremium wurde die "Resolution des Marktes Buttenheim für Demokratie und Toleranz" einstimmig verabschiedet. Dort heißt es unter anderem, dass die Kommune neben Extremismus in jeglicher Form ebenso Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Diffamierung und Gewalt insbesondere gegen ethnische, kulturelle, soziale und andere Minderheiten verurteilt. Darüber hinaus sieht man in Buttenheim die "besondere Verpflichtung, für die verfassungsrechtlich geschützten Grundwerte und Achtung der Menschenrechte einzutreten".

Zivilcourage stärken

Gemeinsam mit den Buttenheimer Bürgern will der Marktgemeinderat sich gegen diskriminierende und rassistische Äußerungen wehren, aktiv gegen Ausgrenzung und für ein friedliches Zusammenleben eintreten und eine tolerante und humanitäre Gesinnung sowie Zivilcourage stärken. Insbesondere bei Aktivitäten von Extremisten soll nicht weggesehen und gegen jegliches gewalttätige Handeln vorgegangen werden. Man beabsichtigt weiterhin, ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diffamierung und Gewalt zu fördern und zu unterstützen.

Für Buttenheim ist und bleibt das Eintreten für ein gleichberechtigtes Zusammenleben eine Chance und Verpflichtung gleichermaßen. "Gegenseitige Akzeptanz als eine wichtige Spielregel für ein demokratisches Zusammenleben", heißt es in der Resolution, "ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung in einer pluralen Gesellschaft".

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