Buttenheim

Buttenheim ist "alt, aber sexy"

Die Narren machen ihren großen Zug zum Teil der 900-Jahr-Feiern der Marktgemeinde. Die Zuschauer sind genauso begeistert dabei wie die Teilnehmer.
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Die Queckenpelzer aus der Hirschaider Regnitzau entern als Piraten den Buttenheimer Zug.
Die Queckenpelzer aus der Hirschaider Regnitzau entern als Piraten den Buttenheimer Zug.
Während andernorts die Narren sich so banalen Themen wie der gescheiterten Jamaika-Sondierung in Berlin widmen, feiern die Buttenheimer vor allem sich und ihre Gemeinde. Im Jubiläumsjahr darf man das schon mal. "900 Jahre Buttenheim - und die Feuerwehr ist dabei", prangt es voran auf dem großen Wagen der FFW. Und auf dem eher bescheidenen Wagen der Gmaa-Rät mit Käpt'n Karmann heißt es "Buttenheim: alt aber sexy". Auch andere der rund 40 Gruppen beim Buttenheimer Faschingszug 2018 haben das Jubiläum aufgegriffen.
Dass der Gaudiwurm, der sich durch Markt- und Hauptstraße schlängelt, wie immer groß und bunt ist, dazu tragen auch die zahlreichen Freunde und Gäste aus dem Buttenheimer Umland bei. Also zum Beispiel aus Hirschaid oder Heroldsbach. Die Narren aus dem Forchheimer Land mit ihrer Garde und dem Prinzenpaar sind Stammgäste beim Buttenheimer Fasching. Die meisten anderen aus der näheren Umgebung auch. Und natürlich die Gruppen aus den Teilorten der Marktgemeinde, wie etwa Frankendorf, Stackendorf und Gunzendorf. Erstere haben ihr eigenes Jubiläum zum Feiern mitgebracht: 150 Jahre FFW. Letztere senden eine wichtige Botschaft: Gunzendorf lebt. Für Freunde des Tanzens und Feierns auch außerhalb der Faschingszeit ist klar, was gemeint war.
40 Gruppen aus Nah und Fern - und das sind nur die offiziell angemeldeten im Buttenheimer Zug, bei dem man den Spaß nicht ganz so bürokratisch ernst nimmt. Da kommen schon ein paar Hundert auf einen Haufen. Man kennt sich - und feiert gemeinsam. Nach dem Zug dann traditionell und ausgiebig auf dem Rathausplatz und bei der Feuerwehr.
Doch was wäre das alles ohne die Zuschauer, die wieder zu Tausenden nach Buttenheim strömen - die meisten von ihnen kostümiert. Sie sind Teil des närrischen Treibens. Die Kinder sind scharf auf Süßigkeiten, die es regnet, und lassen sich damit die Taschen abfüllen - die Erwachsenen eher die Kehlen mit dem, was sich aus diversen Flaschen ergießt. Und das Wetter meint es mit ihnen allen auch noch etwas besser als in den vergangenen Jahren.


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