Egloffstein

"Burgspatzen" auch auf Google populär

Die Gesangsgruppe des Fränkische-Schweiz-Vereins Egloffstein besteht seit 50 Jahren. Ein besonderes Geschenk gibt es noch.
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Die Egloffsteiner "Burgspatzen" bei ihrem Auftritt während des Ehrungsabends  Fotos: Reinhard Löwisch
Die Egloffsteiner "Burgspatzen" bei ihrem Auftritt während des Ehrungsabends Fotos: Reinhard Löwisch
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Mit einem Ehrungsabend feierte der Fränkische-Schweiz-Verein (FSV) Egloffstein 50 Jahre "Burgspatzen" und zeichnete zahlreiche Vereinsmitglieder für langjährige Treue aus.

Wie immer, wenn Altbürgermeister Christian Meier als Moderator im Spiel ist, dann wird es emotional. Als langjähriger Bürgermeister kennt er so ziemlich alle, die geehrt wurden, persönlich. So war es vorbestimmt, dass er zusammen mit dem Hauptvorsitzenden Reinhardt Glauber die Ehrungen zu einem abendfüllenden Ereignis machte, das ergänzt wurde um einige Daten aus der Geschichte der "Burgspatzen" und um einige Liedproben, die die Gesangsgruppe von sich gab. Dazu gehörte auch das Egloffsteiner Heimatlied, das Egloffsteiner Oleg-Popov-Lied - seine Frau Gabi wohnte der Veranstaltung bei - und zum Schluss sangen sie auch das Adventslied "Lieber Gott, lass uns Zeit!", das die Gruppe auf einer Musik-CD des Bezirks Oberfranken eingespielt hat und zu ihrem Markenzeichen bei ihren Auftritten in der Adventszeit wurde.

1968 gründete sich die Gesangsgruppe mit Lilo Meier und ihrer Mutter, mit Grete Milke und Beate Fricker. Von Anfang an trat sie in fränkischer Tracht auf. Den Namen bekam sie von Fritz Preis, der meinte, dass alle Sänger rund um die Burg zu Hause sind und daher der Name "Burgspatzen" passend wäre. Emil Händel vom Bayerischen Rundfunk arrangierte einige Lieder für sie, dazu kamen Sätze von Nüsslein und Stücke aus der Ditfurther Liedersammlung.

So entstand ein Repertoire an alten Liedern in Fränkische-Schweiz-Mundart, dass die Gruppe seither bei zahlreichen Auftritten im In- und Ausland bietet. Seit 1993 singt die Gruppe in der derzeitigen Besetzung: Lilo Meier und ihr Mann Christian, dazu Anneliese Ledig, Claudia Brütting (aus Kleingesee), Ingrid Münch und Heinz Hofmann aus Thuisbrunn, der auch früher beim Thuisbrunner Dreigesang mitgesungen hat.

Sie waren schon zu Auftritten in Frankreich, zusammen mit der Thuisbrunner Trachtentanzgruppe, und auf allen wichtigen Volksmusikfesten der Region. 1996 wurden sie von der Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. Ihr jüngstes Werk ist das Heimatlied des weltbekannten Clowns Oleg Popov, der viele Jahre seines Lebens in Egloffstein verbrachte, wegen seiner Ehefrau Gabi, deren Eltern aus Egloffstein stammen. Popov, so erzählt Lilo Meier, hat das Lied in Russisch geschrieben, es wurde von seiner Frau ins Deutsche übersetzt und danach von Walter Tausendpfund in fränkische Mundart. Erstmalig wurde es von den Burgspatzen anlässlich des FSV-Heimattages 2013 gesungen.

Der FSV-Vorsitzende Reinhardt Glauber lobte die Singgruppe: "An den zahlreichen Einträgen in Google erkennt man, dass ihr sehr populär seid."

Der Egloffsteiner Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) hatte ein besonderes Geschenk dabei: das Versprechen, dass die Singgruppe noch in diesem Jahr eine Erinnerungstafel bekommt, die an einem prägnanten Ort in Egloffstein an die musikalischen Leistungen der "Burgspatzen" erinnern soll.

Zum Schluss der Veranstaltung überreichte Heinz Hofmann an Lilo Meier einen Blumenstrauß und bedankte sich damit im Namen der Burgspatzen bei ihr dafür, dass sie seit mehr als 60 Jahren in Egloffstein eine "Kulturinstanz" ist, die einen Großteil ihrer Freizeit in die Dorfgemeinschaft, in Brauchtum und Geselligkeit investiert, zur Freude aller Anwesenden.

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