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Burgkunstadt
Schach

Burgkunstadter erstmals unterlegen - Seubelsdorfer überwintern im Keller

Seine erste Niederlage musste der Schach-Bezirksoberligist SSV Burgkunstadt hinnehmen. Beim Tabellenführer Hof hatte die SSV mit 2,5:5:5 das Nachsehen und belegt nach der Hinrunde Platz 6. Auch Ligako...
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Seine erste Niederlage musste der Schach-Bezirksoberligist SSV Burgkunstadt hinnehmen. Beim Tabellenführer Hof hatte die SSV mit 2,5:5:5 das Nachsehen und belegt nach der Hinrunde Platz 6. Auch Ligakonkurrent SV Seubelsdorf kassierte eine Pleite und geht als Tabellenvorletzter in die Winterpause.

Bezirksoberliga

SK Hof - SSV Burgkunstadt 5,5:2,5

Als Außenseiter gingen die Burgkunstadter in die vierte Begegnung der Saison. Der SSV trat bei Spitzenreiter Hof nur mit sieben Spielern an, und gab den ersten Punkt kampflos ab. Am achten Brett überraschte Franz Hirtreiter seinen Gegner mit einem Läufereinschlag, beiden Recken einigten sich ob diverser Drohungen auf ein Remis.

Vorsichtiges Taktieren bestimmte die Partie zwischen Matthias Rotsch und Spartak Galslyan, der mit einem Läufereinschlag in die Königsstellung alles änderte. Mit Unterstützung seiner Dame konnte Galslvan den König in eine ausweglose Situation bringen und besiegelte Rotschs Niederlage.

Dank seiner stabilen Bauernkette auf der Königsseite widmete sich Daniel Völker der Damenseite. Doch Olaf Hilbig sprengte mit einem Kraftakt die Bauernkette auf und trieb den König in sein Verderben. Thomas Müller setzte dank offener Linien und den noch nicht rochierten gegnerischen König von Michael Wüst unter Druck. In einem komplizierten taktischen Spiel räumte er einen Bauern nach dem anderen ab und siegte gegen Wüst.

Nach einem abgelehnten Remisangebot begann Uwe Max, seine Bauern voran zu treiben. Auch Arkadiy Urytskyy steuerte seine Bauern in Richtung der Damen-Umwandlung. Aber Max konnte den gegnerischen König in Bedrängnis bringen, und dank seinen Bauern den Sieg einfahren. Jens Güther sah sich einer gewaltigen Bauernwalze gegenüber, die Hofs Viktor Schindler entfesselte und nach vorne trieb. Im letzten verbliebenen Spiel lenkte Thomas Barnickel in ein Turmendspiel ein, das wegen komplizierter Figurenstellung schwer zu beherrschen war. Als Barnickel gegen Sebastian Strätker die letzte Leichtfigur opferte, war der Widerstand gebrochen und das Spiel nach etlichen Zügen verloren. Die Hofer wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, und die Burgkunstadter kassierten mit 2,5 zu 5,5 Punkten ihre erste Niederlage. bar SC Waldsassen - SV Seubelsdorf 5:3

Bei der längsten Auswärtsfahrt der Saison fehlten dem SV Seubelsdorf zwei Stammspieler, kämpfte aber um jeden Zähler. Matthias Bergmann versuchte am zweiten Brett, die Stellung ins Ungleichgewicht zu bringen, um sich Chancen auf einen Vorteil zu wahren. Sein Gegner Michael Schmidt ging auf Nummer sicher und erzwang eine Punkteteilung. Im Ringen um Initiative wurden bei Tobias Kolb am ersten und bei Hans-Jürgen Drechsel am siebten Brett jeweils eine Figur vorübergehend vom Spielgeschehen ausgeschlossen. Während Kolb auf einen Läufer verzichten musste, erwischt es bei Drechsel sogar die Dame. Um eine überlegene Stellung zu erreichen, opferte Tudor Fosca Lutz am sechsten Brett einen Bauern nach dem anderen.

An Brett 8 sah sich Mila Gerikan nach ruhigem Auftakt wachsendem Druck ausgesetzt. Ein interessantes Ringen entwickelte sich am dritten Brett: Marko Hofmann rückte mit seinen Figuren voran und Waldsassens Zdenek Skokan versuchte, die Eindringlinge zurückzuwerfen. Nach einem strategischen Rückzug führte Hofmann einen gewinnbringenden Mattangriff durch. Währenddessen nutzte Uwe Voigt am fünften Brett die Felderschwächen von Markus Fröhlich aus. Der Waldsassener befreite sich nur dadurch, dass er einen gefährlichen Zentralvorstoß zuließ. In Zeitnot wickelte Voigt in ein vorteilhaftes Dame-Springer-Endspiel ab. Kaum war die Zeitkontrolle überstanden, lief Voigt aber in ein Dauerschach. Noch ungünstiger erging es Hans-Jürgen Drechsel, Mila Gerikan und Tudor Focsa Lutz, die sich nach langer Gegenwehr geschlagen geben mussten.

Verbissen bemühte sich Mannschaftskapitän Christian Gebhardt, seine Partie am vierten Brett zu gewinnen. Aus einer überlegenen Stellung heraus erreichte Gebhardt ein Endspiel mit Läufer und Turm gegen Turm, das aber doch nur zu einem Remis führte. Mit 5:3 ging die Begegnung an Waldsassen, der SVS überwintert mit 2:6 Mannschaftspunkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. uv