Kloster Banz
Orgelkonzert

Bunter Strauß von Kompositionen

Am Sonntag, 17. Juni beginnt in der Stiftskirche um 11.30 Uhr die dritte Matinee im Banzer Orgelsommer als halbstündige Geistliche Orgelmusik an dem Seuffert-Woehl-Instrument. Das Programm mit Roland ...
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Am Sonntag, 17. Juni beginnt in der Stiftskirche um 11.30 Uhr die dritte Matinee im Banzer Orgelsommer als halbstündige Geistliche Orgelmusik an dem Seuffert-Woehl-Instrument. Das Programm mit Roland Schöps, Strössendorf, enthält Musik von Bach, Händel, Maichelbeck, Fanny Hensel-Mendelssohn, César Franck, Merkel, Rheinberger und Béllier; es führt somit durch drei Jahrhunderte der Musikgeschichte.
Am Anfang spielt Roland Schöps Werke dreier Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts, gewichtig und strahlend Präludium und Fuge C-Dur, Werkverzeichnis 531, von Johann Sebastian Bach, dann zwei Orgelbearbeitungen Händelscher Musik, der Aria aus dem Concerto Grosso Nr.12 und der "Ankunft der Königin aus Saba" nach dem Satz aus der Oper "Salomon", ferner Maichelbecks Präludium im zweiten Kirchenton, dann aus dem 19.Jahrhundert als Rarität Präludium G-Dur aus dem Jahr 1829, geschrieben von Fanny Hensel-Mendelssohn, César Francks "Quasi allegro" aus "L´Organiste", Gustav Merkels Präludium Andante, quasi Allegretto, ein Intermezzo Rheinbergers sowie abschließend Gaston Bélliers Toccata pour Grande Orgue von 1912.
Roland Schöps erhielt 1966 im Alter von neun Jahren ersten Klavierunterricht. Mit dreizehn Jahren begann sein Orgelunterricht bei Bezirkskantor Horst Kaminski. 1974 erwarb er die Fachhochschulreife und begann 1975 mit dem Studium zum Diplommusiklehrer mit Hauptfach Orgel bei Helmut Scheller. In einem Zusatzstudium widmete er sich dem Klavierspiel bei Prof. Hans Dieter Bauer am Meistersingerkonservatorium Nürnberg. Von 1978 bis 1980 unterrichtete er in Musik am Gymnasium Burgkunstadt. Seit 1980 ist er Dozent an der Berufsfachschule für Musik in Kronach. Neben einem regelmäßigen Orgeldienst in der Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt sind überregionale sowie internationale Konzerte in Polen, Ungarn, Italien und Frankreich zu erwähnen.
Das Instrument in der Stiftskirche mit 35 klingenden Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde 1745 bis 1748 von Joh. Phil. Seuffert, Würzburg, für Kloster Grafschaft am Rothaargebirge errichtet und - nach zwischenzeitlicher Verwendung in Frankenberg an der Eder - 1987 durch Gerald Woehl, Marburg, und seine Mitarbeiter in das Gehäuse der bis 1903 bestehenden Banzer Seuffert- Hauptorgel eingesetzt.
Wie immer bei den Matineen ist der Eintritt frei. Am Ausgang wird um eine Spende für die Erhaltung der Orgel gebeten. red
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