Etzelskirchen

Bunter Kranz für stattlichen Baum

Das Wochenende in Etzelskirchen war voll mit Kirchweihbräuchen. Heute Abend wird die Kerwa eingegraben.
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Fleißige Kerwasburschen und -madli in Etzelskirchen: Der Kranz für den Kerwasbaum ist schon fertig geschmückt.  Fotos: Larissa Händel
Fleißige Kerwasburschen und -madli in Etzelskirchen: Der Kranz für den Kerwasbaum ist schon fertig geschmückt. Fotos: Larissa Händel
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Etzelskirchen — Traditionell eröffnete Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) am Freitagabend gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Ralph Herberger, die Etzelskirchener Kerwa mit dem Bieranstich.

Der erste Schlag brachte zwar noch kein Ergebnis, aber schließlich sprudelte das kühle Blonde nur so aus dem Fass. Die ersten Maßkrüge wanderten schnell in die vorderen Reihen in die Hände der Kerwasburschen und -madli. Für ordentlich Stimmung im Festzelt sorgte anschließend zum ersten Mal die noch recht junge Band "Gremsrock". Dass die einzelnen Musiker aber alle reichlich Erfahrung mitbringen, war nicht zu überhören. Eine bunte Mischung aus Schlagern, Rock und Tanzmusik begleitete die zahlreichen Gäste durch den Freitagabend.

Am Samstag ging es für die Kerwasburschen schon wieder früh los, denn die Kerwasfichte wartete im Wald auf ihren großen Auftritt. Zwar war es erst der vierte Baum, der den Fall ohne Schaden überlebte - lediglich ein paar Reparaturarbeiten an der Krone waren nötig - aber dieser war mit seinen 24 Metern ein echtes Prachtexemplar. Mit musikalischer Begleitung durch die Elsendorfer Blaskapelle nutzten die rund 30 Burschen die regenfreie Stunde und stemmten den Kerwasbaum, für den die Madli einen Kranz mit weißen und roten Bändern gebunden hatten, in die Senkrechte. Dabei brachten sie aber noch genug Kraft für ihre Singstimme auf und trällerten ein paar alte und einige neue Kerwaslieder. Auch die Kerwasmadli, die den Burschen von ihrer Bank aus beim Schwitzen zusahen, steuerten ein paar Kerwaslieder bei.

Am Abend waren zum dritten Mal die "Moskitos" mit ihrem gewohnt vielseitigen Programm zu Gast und heizten im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt so richtig ein. Kein Wunder also, dass das Publikum die Bierbänke zur Tanzfläche machte. Gespannt erwartet wurde am Sonntagabend wieder der Super-Gaudi-Wettbewerb. Zu viele Details wollten die Organisatoren noch nicht verraten, denn das Thema bleibt jedes Jahr bis zum Schluss geheim. Aufmerksame Gäste konnten dank der aufgehängten Plakate allerdings schon im Vorfeld erahnen, dass es in diesem Jahr eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen sehr originellen Parteien geben wird.

Heute bietet der Heimatverein im Festzelt Schäuferla zum Mittagessen an. Am Nachmittag drehen die Kerwasburschen mit ihren Partnerinnen beim "Betz'n raustanzen" ihre Runden um den Kerwasbaum, bevor anschließend die Madli beim "Geger rausschlong" in Aktion treten. Mit dem Eingraben der Kerwa, bei dem in einer stimmungsvollen Prozession mit trauriger Musik den schönsten Erlebnissen der letzten Tage gedacht wird, endet dann das Kirchweihwochenende.

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