Kairlindach
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Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Seebachgrund lehnt geplante Rindermastanlage ab

Die Ortsgruppe Seebachgrund im "Bund Naturschutz in Bayern" stellt sich gegen die geplante Rindermastanlage in Kairlindach (Gemeinde Weisendorf). In einer Pressemitteilung begründet die Gruppe ihr Ver...
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Die Ortsgruppe Seebachgrund im "Bund Naturschutz in Bayern" stellt sich gegen die geplante Rindermastanlage in Kairlindach (Gemeinde Weisendorf). In einer Pressemitteilung begründet die Gruppe ihr Verhalten.

Grundsätzliche lehne die Ortsgruppe industrielle Tierhaltung ab. Zusätzlich halte sie eine Fläche von 3,5 Quadratmeter je Tier für nicht ausreichend, um die Fleischproduktion für uns Menschen zu rechtfertigen, "auch wenn damit der rechtliche Rahmen eingehalten wird".

Obwohl Deutschland seinen Rindfleischbedarf nicht vollständig selbst decke, bleibe für die BN-Ortsgruppe das Ziel, den Fleischanteil in der Ernährung zu verringern und damit sei eine verringerte Fleischproduktion vorrangig.

Außerdem lehne die Gruppe den mit der geplanten Rindermastanlage verbundenen Flächenfraß ab. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Die Versiegelung mindert die Grundwasserneubildung und steigert das Hochwasserrisiko der Unterlieger weiter. Der Flächenverbrauch im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist so massiv, dass keinerlei Spielraum bleibt."

Für die BN-Ortsgruppe Seebachgrund bedeute die geplante Rindermastanlage einen "enormen Wasserverbrauch in einer von Trockenheit geplagten Gegend". Das sei nicht nachhaltig.

Schließlich trete der Bund Naturschutz für eine kleinteilige Landwirtschaft ein, wie sie im Seebachgrund noch vorhanden sei.

Die hier geplante Rindermastanlage sei aus Sicht der Ortsgruppe der Einstieg in eine Form der Landwirtschaft, deren Dimension unerwünscht und das Ergebnis einer verfehlten Landwirtschaftspolitik auf Landes- , Bundes- und Europaebene sei. Die BN-Ortsgruppe Seebachgrund empfiehlt ihren Mitgliedern in Weisendorf, sich an der Unterschriftensammlung gegen die Rindermastanlage zu beteiligen. Den Weisendorfer Gemeinderat fordert sie auf, bei der anstehenden Abstimmung über den neuen Flächenutzungsplan eine Umwidmung der fraglichen Sondernutzungsfläche Biogasanlage in landwirtschaftliche Nutzfläche abzulehnen.

Abschließend schreibt die Gruppe: "Wir betonen die Verantwortung der Gemeinde Weisendorf, in deren Planungshoheit das Verfahren liegt."

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