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Bund-Naturschutz-Kreisgruppe spricht sich für deutlich stärker nachhaltiges Verhalten aus

"Der Bund Naturschutz wird weiter alles tun, um den Erhalt der Biodiversität - also der Vielfalt von Pflanzen, Tieren, Lebensräumen und auch Genen - zu sichern. Das ist ein Ausdruck des Gesundheitszus...
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Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Horst Söhnge (3. v. r.) von Kreisvorsitzendem Anton Reinhardt (r.) geehrt. Claudia Drenda (v. l.) wurde Beisitzerin, Günther Scheler Delegierter, Ute Hauptfleisch Beisitzerin, Elfriede Fischer Schatzmeisterin und Jan Ebert Schriftführer. Foto: are
Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Horst Söhnge (3. v. r.) von Kreisvorsitzendem Anton Reinhardt (r.) geehrt. Claudia Drenda (v. l.) wurde Beisitzerin, Günther Scheler Delegierter, Ute Hauptfleisch Beisitzerin, Elfriede Fischer Schatzmeisterin und Jan Ebert Schriftführer. Foto: are

"Der Bund Naturschutz wird weiter alles tun, um den Erhalt der Biodiversität - also der Vielfalt von Pflanzen, Tieren, Lebensräumen und auch Genen - zu sichern. Das ist ein Ausdruck des Gesundheitszustands unseres Planeten Erde. Einen winzigen, aber nicht unwichtigen Teil tragen auch wir hier in unserer Heimat am Obermain dazu bei - mit unserer Grundeinstellung, mit unserem Denken und Handeln." Mit diesem Credo leitete BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt seinen Bericht zur Jahreshauptversammlung ein. Er machte den Mitgliedern Mut, sich weiter aktiv für die Belange des Natur- und Umweltschutzes zu engagieren.

Reinhardt stellte die Bedeutung des Bodens besonders heraus: "Es darf nicht sein, dass angesichts von 63,5 Hektar bereits ausgewiesener Gewerbegebiete in unserem Landkreis manchen Investoren trotzdem gestattet wird, im Außenbereich die Voraussetzungen für neue Gewerbeflächen zu schaffen, wie etwa großer Logistikhallen am Fuße des Vierzehnheiligener Bergs."

Der BN und die Mehrheit der Bürger von Kümmersreuth seien mit dem geplanten neuen Steinbruch der Firma Neupert ebenfalls nicht einverstanden. Reinhardt mahnte: "Wir dürfen nicht weiter so achtlos mit dem Schutzgut Boden in unserer Heimat umgehen, den Menschen über Jahre hinweg unzumutbare Belastungen aufbürden und unsere Landschaft grob verschandeln." Der Bund Naturschutz sei Träger öffentlicher Belange und lehne den geplanten Gesteinsabbau strikt ab.

Bernhard Christoph, der in Vertretung des Lichtenfelser Bürgermeisters sprach, meinte: "Wir müssen als Stadt- und Kreisräte mehr für den Erhalt der Artenvielfalt tun. Wir dürfen im wahrsten Sinne des Wortes die Zukunft unserer nachfolgenden Generationen nicht verbauen, indem wir dem Verbrauch freier Landschaft immer weiter zulassen und zu wenig gegen die fortschreitende Klimaerwärmung tun."

Nicht noch mehr Verkehr

Kontraproduktiv zum Flächensparen seien auch etliche Straßenverkehrsprojekte. Reinhardt sagte: "Wir brauchen z. B. keine neue Straße von Weismain über den Jura zur A 70, um eine sogenannte Umgehung für das Kleinziegenfelder Tal zu verwirklichen. Das bestehende überörtliche Straßensystem reicht für den Schwerlastverkehr völlig aus."

Bei derVorstandswahl wurde Anton Reinhardt als Kreisvorsitzender einstimmig bestätigt, ebenso Günter Lutz als Stellvertreter, Elfriede Fischer als Schatzmeisterin, Günther Scheler als Delegierter und Ute Hauptfleisch als Beisitzerin. Neu hinzugekommen sind Claudia Drenda und Fred Goller als Beisitzer sowie Jan Ebert als Schriftführer.

Für 40-jährige treue Mitgliedschaft im BN ist Horst Söhnge mit dem silbernen Abzeichen des BN, einer Urkunde sowie einem kleinen Präsent geehrt worden. are

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