Adelsdorf

Bund Naturschutz ernennt Rudolf Macher zum Ehrenkassier

Rudolf Macher war seit der Gründung der Ortsgruppe Adelsdorf des Bunds Naturschutz (BN) vor 33 Jahren deren Kassenwart. Da er bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung der Orts...
Artikel drucken Artikel einbetten
Rudolf Macher war seit der Gründung der Ortsgruppe Adelsdorf des Bunds Naturschutz (BN) vor 33 Jahren deren Kassenwart. Da er bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe seinen Wunsch geäußert hatte, in Zukunft etwas kürzerzutreten, wurde Gabriele Lappat als seine Nachfolgerin gewählt. Der inzwischen 80-jährige Macher bekam in Anerkennung seiner Verdienste die Verbandsmedaille in Gold und wurde zum Ehrenkassenwart der Ortsgruppe ernannt.
Zu Beginn der Versammlung stellte der Orts- und Kreisvorsitzende Helmut König die BN-Organisation auf Landes- wie Kreisebene dar und zählte die Aktivitäten des vergangenen auf. Beachtenswert sei dabei die Zunahme an Mitgliedern auf aktuell 187, eine Steigerung um etwa 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Einen wesentlichen Beitrag leiste der BN durch seine Stellungnahmen zur Bauleitplanung. Nach jahrzehntelangem Widerstand wurde wegen der Verkleinerung der Geflügelzuchtanlage und der damit einhergehenden, erheblich reduzierten Lärmemission sowie einem tragfähigen Ausgleichskonzept für den Naturhaushalt dieser Streit beendet, berichtete König.
Das eigentlich herausragendste Thema sei die Forderung nach einem zukunftsfähigen Energiekonzept im Reuthseegebiet. Nachdem die Stellungnahme des BN vom Gemeinderat unbeachtet blieb, hätten König und Manfred Trossen nicht lockergelassen. "Unserem Bürgermeister müssen wir danken, dass er ein Treffen mit dem Investor anberaumt hat", so König. "Mitlerweile gab es auch schon ein Gespräch mit Naturstrom. Die Aussichten auf eine Energieversorgung, die auch der Energiewende zugutekommt, sind wieder besser."
Der Haushalt einer Ortsgruppe ist sehr überschaubar, da viele Arbeiten durch aktive Mitglieder unentgeltlich getätigt werden. Das Jahr wurde mit Gewinn abgeschlossen.


Besser für Biokarpfen werben

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung fand noch eine Diskussionsrunde mit dem Fischzuchtmeister i. R. Lutz Weißbrodt statt. Das Motto lautete "Wie viel Natur braucht die Teichwirtschaft?". Zweck war, auf Ortsgruppenebene Wünsche und Probleme beim Naturschutz und bei der Fischzucht aufzuzeigen und diese mit einem Fachmann zu diskutieren.
Dem Bund Naturschutz liegt sehr am Herzen, dass die Teichwirtschaft von ihrem Wirtschaften Gewinne erzielen kann. Aufgrund eines fettarmen und schmackhaften Biokarpfens, wie ihn der BN unter der Bezeichnung Karpfen pur Natur beispielhaft produziert, ist man der Meinung, dass eine größere Vielfalt an Karpfenqualitäten für die Ertragslage vorteilhaft wäre. Bessere Preise könnten durch entsprechende Werbung, auch über den Tourismus, erzielt werden. Auch sollte die Unterstützung durch Naturschutzprogramme hilfreich sein. Aber auch die Biokarpfenzucht selbst müsse noch optimiert werden, soll der Ertrag reichen. red
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren