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Höchstadt a. d. Aisch

Bürgermeister sieht Stadt in bestem Licht

Gerald Brehm blickt auf Höchstadts Entwicklung der letzten Jahre.
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Einige Besucher der Bürgerversammlung nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen.  Fotos: Andreas Dorsch
Einige Besucher der Bürgerversammlung nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Fotos: Andreas Dorsch
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Andreas Dorsch "Es ist ein Wahnsinn, was Höchstadt schon alles gemacht hat", meinte einer der rund 150 Besucher der Bürgerversammlung in der Aischtalhalle, als am Donnerstagabend die Präsentation auf den Leinwänden zu Ende ging. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) und Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten in einem bebilderten Streifzug Höchstadt als liebenswerte Stadt in den schönsten Farben gezeigt.

Grüne prangern an

In der anschließenden Diskussion hatten die Bürger daran auch kaum etwas auszusetzen. Kritische, wahlkämpferische Töne kamen allerdings von einem Quartett der neu gegründeten Höchstadter Grünen. Sie nutzten die Versammlung, um einmal mehr den Flächenverbrauch anzuprangern, plädierten erneut für den Erhalt der Hecken auf dem ehemaligen Allwetterplatz an der Kerschensteiner Straße, auf dem Mehrfamilienhäuser geplant sind, und schreckten auch nicht davor zurück, den Bürgermeister persönlich anzugreifen.

Ansonsten erfuhren fragende Bürger, dass die Stadt nach einer Lösung suche, die von der Sparkasse nicht mehr weiter betriebene Storchenkamera auf dem alten Rathaus zu übernehmen. In den nächsten fünf Jahren könne die Stadt 200 bis 300 Baugrundstücke anbieten. Die würden nach einem Sozialmodell vergeben, das Einheimische - soweit rechtlich möglich - bevorzugt. Thema in der Diskussion war auch der schlechte Zustand der Aischtalhalle, vor allem der Sanitäranlagen. Eine ursprünglich für 200 000 bis 300 000 Euro geplante kleine Lösung sei nicht zu machen, sagte Brehm. Jetzt werde eine größere Generalsanierung geprüft. Um die Situation der Duschen und Toiletten schnell zu verbessern, werde dafür eine Containerlösung erwogen.

Nach 24 Jahren im Amt stellte Brehm das Stadtentwicklungskonzept "Hohestete 2030" vor. Die Entwürfe für den neuen Flächennutzungs- und Landschaftsplan könnten jetzt diskutiert und mit den Bürgern besprochen werden, ehe er ins Genehmigungsverfahren geht.

Im Bereich Infrastruktur habe Höchstadt die Erweiterung der Kläranlage gestemmt, die Wasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte gesichert - bei niedrigsten Gebühren. Im Straßenausbau, für den die Bürger künftig nicht mehr belastet werden, stehe jetzt die St.-Georg-Straße an. Für die Steinwegstraße sei der Planungsauftrag vergeben und auch Nackendorf-Etzelskirchen werde in Angriff genommen. Der Neubau des Eisstadions sei beschlossen, im Freibad ein Paradies für Kinder geschaffen worden.

Innenstadt annehmen

Durch das Gewerbegebiet Aischpark seien die Gewerbesteuereinnahmen "nicht mehr so kopflastig". Bei manchen Unternehmen, wie Lekkerland und Meinhart, hätte sich Brehm eine andere Entwicklung vorgestellt. Das Aischpark-Center sei zwar eine gewagte Entscheidung gewesen, aber der Erfolg gebe uns recht, meinte der Bürgermeister. Die Radwege seien neu beschildert, Planungen für Verbindungen nach Weisendorf und Mühlhausen laufen. In ihre Schulen habe die Stadt Millionen investiert, neue Kindergärten werden in Zentbechhofen und Etzelskirchen gebaut.

In der Innenstadt sei die Sanierung vieler Objekte unterstützt worden. Brehm appellierte an die Bürger, die Innenstadt auch anzunehmen.

Insgesamt habe die Stadt allein in den vergangenen zwölf Jahren 213 Millionen Euro investiert, sagte Brehm mit einem Blick auf die Finanzen. Der Haushalt 2019 hatte ein Volumen von 92 Millionen. 14 Millionen Schulden stehen 15 Millionen an Rücklagen gegenüber.

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