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Ebern

Bürgermeister Jürgen Hennemann

Seit Wochen bereits ist er im Wahlkampfmodus, wird nicht müde, Erreichtes öffentlich zu präsentieren. Fleiß kann man Eberns SPD-Bürgermeister Jürgen Hennemann gewiss nicht absprechen und die Liste der...
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Jürgen Hennemann (SPD) will seine Arbeit fortsetzen.
Jürgen Hennemann (SPD) will seine Arbeit fortsetzen.

Seit Wochen bereits ist er im Wahlkampfmodus, wird nicht müde, Erreichtes öffentlich zu präsentieren. Fleiß kann man Eberns SPD-Bürgermeister Jürgen Hennemann gewiss nicht absprechen und die Liste der Errungenschaften der letzten sechs Jahre liest sich beachtlich: neue Baugebiete, Ausbau der Betreuungseinrichtungen und einer Kindertagesstätte, Bauleitplanungen für Gewerbeprojekte, Ansätze für behindertengerechten Wohnungsbau bis zum Einsatz für offene Willkommenskultur. Hennemann steht für eine "Fairtrade Stadt", die auf dem Marktplatz der biologischen Vielfalt mitmischt und in einer Bürgernetzgemeinschaft ehrenamtliche Hilfen koordiniert. Allesamt Schritte zum "nachhaltigen Entwicklungsziel Familienstadt Ebern", sagt er.

Neben dem Erhalt von Arbeitsplätzen gehe es um Eberns Attraktivität als Wohngemeinde. "Wir bieten gute Voraussetzungen: Das Leben ist erschwinglich, wir haben eine gute Verkehrsanbindung, alle Schulen und demnächst Kitaplätze für alle Kinder ab einem Jahr". Hennemanns Fazit nach sechs Jahren: "Was angekündigt wurde, wird auch angepackt".

Der 56-Jährige hatte sich vom Kugelfischer-Maschinenschlosser durch zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen zum bundesweit gefragten Gewerkschaftsfunktionär hochgearbeitet, ehe er 2014 im vierten Anlauf zum Bürgermeister seiner Heimatstadt gewählt wurde. Dort trat er an, um ähnlich viel für die Menschen der Stadt zu erreichen wie zuvor als freigestellter Betriebsratsvorsitzender für die Mitarbeiter der Firma FTE.

In der SPD, deren Unterbezirk Haßberge/Rhön er anführt , ist der verheiratete Hennemann seit 1984 aktiv, im Kreistag Haßberge seit 1996. Zahlreiche Initiativen, Ortsvereine und gemeinnützige Organisationen unterstützt der langjährige Feuerwehraktive ehrenamtlich. Seine Politik verbindet die sozialen Werte der SPD mit ökologischem Verantwortungsdenken. Er ist für alternative Energieformen, sanften Tourismus und ein Naturparkzentrum in Ebern.

Die passende Stelle

"Mir macht das Bürgermeisteramt sehr viel Spaß; die optimale Stelle, an der ich meine Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen kann", sagt Hennemann, der gewissenhaft auch in den sozialen Medien netzwerkt. Die Synergie in der Baunach-Allianz und das Miteinander der Generationen sind dem Bürgermeister wichtige Anliegen.

Hennemann will "die Welt in Ebern immer noch ein Stück besser machen" und hat nach eigenem Bekunden noch viele Ideen: "Ebern ist, was wir alle daraus machen". Nur eines habe er bei seinem Amtsantritt vor sechs Jahren unterschätzt: "Die Verwaltung bekommt immer mehr aufgebürdet, die Vorgänge werden immer komplizierter, sind kaum mehr den Bürgern zu erklären."

Für Ebern spricht nach seiner Überzeugung die Anzahl von 125 Vereinen, was für großes ehrenamtliches Engagement spreche. Verbesserungsbedarf sieht er im Bestreben, eine soziale, nachhaltige Gemeinde mit vielen Kontakten unter den Menschen zu schaffen. Als Stichworte nennt der Rathauschef Bürgertreffs in den Stadtteilen und bessere Versorgung für die Mobilität (Dorfelektroautos, Rufzubringers zur Bahnstrecke)

Der Stadt, die aktuell ohne nennenswerte Gewerbesteuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen auskommen muss, fehle die kontinuierliche Einnahmesicherheit. Daher sei das Gewerbe zu stärken. Für den Moment aber gelte es, "aus wenig Mitteln trotzdem viel zu machen und die Infrastruktur zu erhalten".

Ebern biete alle Schularten, Betreuungsplätze für 100 Prozent aller Kinder, sei vielseitiger Arbeitsstandort, verfüge über eine intakte Infrastruktur mit Bahnanschluss und flächendeckende Breitbandversorgung. Alles, was zur Grundversorgung gehört, weise die Stadt auf. Das Krankenhaus als Gesundheits- und Pflegezentrum müsse erhalten, werden, sagt Hennemann, wenn auch stärker ausgerichtet auf ältere Menschen und Arztsprechstunden (Kinderarzt).

Die Altstadt und den Marktplatz will der Bürgermeister eines Tages barrierefrei und mit sicheren Fußgängerübergängen versehen sehen.

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