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Bayreuth

Bürgerinitiativen fordern erneut komplette Streichung

Stephan Herbert Fuchs Die Bürgerinitiativen gegen die Fichtelgebirgsautobahn fordern einmal mehr die komplette Streichung des Vorhabens aus dem Bundesverkehrswegeplan. Sprecher Chr...
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Kerstin Popp und Christoph Bochinger forderten vor der Presse in Bayreuth einmal mehr die komplette Streichung der Fichtelgebirgsautobahn aus dem Bundesverkehrswegeplan. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Kerstin Popp und Christoph Bochinger forderten vor der Presse in Bayreuth einmal mehr die komplette Streichung der Fichtelgebirgsautobahn aus dem Bundesverkehrswegeplan. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Stephan Herbert Fuchs

Die Bürgerinitiativen gegen die Fichtelgebirgsautobahn fordern einmal mehr die komplette Streichung des Vorhabens aus dem Bundesverkehrswegeplan. Sprecher Christoph Bochinger aus Metzlersreuth bei Gefrees nannte es vor der Presse in Bayreuth schizophren, dass für die Strecke östlich des Silberhauses teils drei-, teils vierspurige Ausbauten, teilweise sogar Neutrassierungen für den neuen Bundesverkehrswegeplan gemeldet wurden.
Eigentlich hätte der Bundesverkehrswegeplan schon 2015 verabschiedet werden sollen. Wegen der Vielzahl der gemeldeten Vorhaben ist nun erst mit einer Verabschiedung weit bis in das neue Jahr zu rechnen.
Für Bochinger ist die Fichtelgebirgsautobahn eine "Never ending story". Habe es bis zuletzt so ausgesehen, als dass sich die Bayerische Staatsregierung von dem Projekt verabschiedet hätte und die Fichtelgebirgsautobahn gar nicht an den Bund zur Aufnahme in den Verkehrswegeplan melden wollte, ist nun klar, dass man zumindest auf dem Gebiet des Landkreises Wunsiedel die mehrspurigen Ausbauten sowie eine Neutrassierung zwischen Silberhaus und Tröstau doch wieder angemeldet hat. Bochinger sprach von Salamitaktik, denn wenn im Osten ausgebaut wird, müsse ja auch wieder im Westen ausgebaut werden. Dies könne nicht sein. der BI-Sprecher forderte deshalb: "Wir appellieren an die Politik, dieses unsinnige Projekt endlich komplett aus den Planungen zu nehmen."
Die Bürgerinitiativen fordern die Herausnahme aus dem Bundesverkehrswegeplan umso nachdrücklicher, als die "konstant niedrigen Verkehrszahlen" eine Fichtelgebirgsautobahn oder auch eine Bundesstraße "B303neu" schon lange überflüssig machen.
"Wir brauchen Lärmschutzmaßnahmen und nicht noch mehr Verkehr", sagte Peter Ille vom Bund Naturschutz in Bayreuth. Vor allem für die Menschen in Bad Berneck und Bischofsgrün, die seit Jahrzehnten an der B303 leben, seien Lärmschutzmaßnahmen unverzichtbar. Das Geld sollte lieber in den Erhalt bestehender Straßen investiert werden, so Bürgermeister Harald Schlegel aus Gefrees.
Jörg Hacker, Naturschutzreferent des Fichtelgebirgsvereins sprach sich im Namen des Vereins für zusätzliche Überholmöglichkeiten und Lärmschutzmaßnahmen aus. "Alles andere lehnen wir ab."
Kerstin Popp, Sprecherin der "Bürgerinitiative Fichtelgebirgsautobahn Ost" aus Hohenberg an der Eger, brachte erneut die vollständige Sperrung für den Schwerlastverkehr ins Gespräch. Auch künftig könnte damit jeder Betrieb, jedes Unternehmen im Fichtelgebirge angefahren werden, sogar ein 70-Kilometer-Radius wäre bei einer solchen Transitsperre denkbar.

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