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Sand am Main
Landschaft

Bürgerinitiative "Sand bleibt!" freut sich über erfolgreichen Widerstand

Die Bürgerinitiative (BI) "Sand bleibt!" hat mit Genugtuung und Freude zur Kenntnis genommen, dass der weitere Sandabbau in Sand nicht realisiert wird. Die von einer im Ort ansässigen Firma beantragte...
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Die Bürgerinitiative (BI) "Sand bleibt!" hat mit Genugtuung und Freude zur Kenntnis genommen, dass der weitere Sandabbau in Sand nicht realisiert wird. Die von einer im Ort ansässigen Firma beantragte Erweiterung der Ausbeutefläche ist vom Tisch. Das Unternehmen hat seinen Antrag zurückgezogen, wie jüngst die Regierung von Oberfranken in Bayreuth (Bergamt) bestätigt hatte (unsere Zeitung hat ausführlich berichtet).

"Das Bergamt Nordbayern der Regierung von Oberfranken hat das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung des Quarzsand-Tagebaus ,Nordöstlich Sand am Main' am 20. April 2020 eingestellt." So ist es laut Bürgerinitiative der Pressemitteilung des Bergamtes Nordbayern vom 27. April zu entnehmen.

"Auf diesen Tag haben sich viele Sander gefreut und nicht nur die BI hat sich darum bemüht", wie die Bürgerinitiative in einer eigenen Pressemitteilung nun erklärt. Alle Anstrengungen der Gemeinde im Vorfeld haben laut BI nicht verhindern können, dass eine Ausweitung der Abbauflächen nach Ansicht des Bergamtes grundsätzlich möglich gewesen wäre, sonst hätte man das Verfahren erst gar nicht eröffnet. Letztlich sei der Unternehmer, so die BI weiter, "an den widrigen Umständen (Rechtslage) gescheitert, allen voran zum Hochwasserschutz".

Einen großen Beitrag hätten auch standhafte Grundstückseigentümer (wie die Gemeinde selbst) geleistet, denn um abbauen zu können, hätte der Unternehmer die beanspruchten Flächen in seinen Besitz bringen müssen. Viele Grundstückseigentümer haben auf Initiative der BI eine Erklärung unterschrieben, ihr Grundstück auf keinen Fall zu verkaufen oder einer Ausbeutegenehmigung zustimmen zu wollen.

Die BI nimmt dies zum Anlass, danke zu sagen. Danke an den Unternehmer für die Vernunft, danke an das Bergamt für die gewissenhafte Entscheidung, danke an die Grundstückseigentümer für ihre Standhaftigkeit und danke an alle Bürger, die Gemeinde sowie alle Parteien, Institutionen und Behörden, die die Arbeit der BI unterstützt haben. Die BI könne letztlich für sich verbuchen, mit ihrer hohen Medienpräsenz und Öffentlichkeitsarbeit viele Beteiligte zusätzlich motiviert zu haben, sich mit dem Abbauvorhaben kritisch auseinanderzusetzen.

"Schließlich haben sich die Risiken, vor denen die BI von Anfang an warnte, als zutreffend erwiesen", heißt es in der Mitteilung der BI "Sand bleibt!".

Letztlich könne sich niemand die Einstellung des Abbauvorhabens als persönlichen Sieg ans Revers heften, so die Bürgerinitiative. Die BI habe jedoch einen großen Beitrag geleistet und werde dies zu gegebener Zeit zu feiern wissen, schreibt die Bürgerinitiative mit ihrem Sprecher Mark Werner. red