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Großenseebach

Bürgerbus hat sich etabliert

Die Gemeinde Großenseebach stellt Regeln für eine Ausleihe des neuen Fahrzeugs auf.
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Erst im September ist der Bürgerbus eingeweiht worden. Inzwischen ist er schon sehr gefragt. Foto: Richard Sänger (Archiv)
Erst im September ist der Bürgerbus eingeweiht worden. Inzwischen ist er schon sehr gefragt. Foto: Richard Sänger (Archiv)

Da der Großenseebacher Bürgerbus nicht nur mit seinen ehrenamtlichen Fahrern auf Tour geht, sondern auch ausgeliehen werden kann, braucht es natürlich Richtlinien und diese waren ein Punkt bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Der Bürgerbus wurde Ende September offiziell in Dienst gestellt und entwickelte sich innerhalb weniger Wochen zu einem Erfolgsmodell und verschafft insbesondere den Senioren die notwendige Mobilität. Der Bus und mit ihm die ehrenamtlichen Fahrer bieten damit den älteren Bürgern die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, Einkäufe zu erledigen und anschließend bei Kaffee und Kuchen mit anderen gemütlich zu plaudern.

Dazu hatte die Verwaltung in Zusammenarbeit mit Gemeinderätin Carina Geist Richtlinien zur Benutzung ausgearbeitet und dem Gremium zur Beratung und Entscheidung vorgelegt. Der Vorschlag der Verwaltung führte zu einer regen Diskussion. Diese begann schon bei der Reinigungspauschale, die dann auf 50 Euro festgesetzt wurde. Pro gefahrenem Kilometer werden 15 Cent berechnet. Da der Bus mit Hilfe von Sponsoren finanziert wurde, sollten diese den Bus kostenlos ausleihen dürfen, damit waren nicht alle einverstanden. Schließlich müssen auch Wartung und Kundendienst aus den Pauschalen finanziert werden.

"Da müssen auch die Sponsoren mitzahlen", forderte Rudolf Riedel (FW). "Ohne Sponsoren kein Bus, und wenn in einigen Jahren wieder ein Fahrzeug beschafft werden muss, dann braucht ihr die Sponsoren wieder", gab Andreas Seeberger (CSU) zu bedenken. Für Werner Schrumpf (SPD), ehrenamtlicher Fahrer, wurde die Debatte zur "Phantomdiskussion". er schlug vor, jetzt noch keine Regelung festzulegen. "Das Ding muss rollen, und Änderungen können wir doch noch immer beschließen." Bei diesem Vorschlag blieb es dann auch. Ausgeliehen werden kann der Bus mit gültigem Führerschein und nach Ablauf der zweijährigen Probezeit.

Bauantrag wird abgelehnt

Neben der Beratung über den Neuerlass der Satzung über die Herstellung von Garagen und Stellplätzen und der Aufstellung von Sitzbänken im Gemeindegebiet standen auch zehn Bauanträge auf der Tagesordnung. Darunter sechs Bauanträge zur Errichtung von Einzel- oder Doppelhäusern, die ohne große Diskussion das gemeindliche Einvernehmen erhielten.

Ein Bauantrag zum Neubau einer Doppelgarage und Erweiterung der Wohneinheit im Anbau (Am Bach) war bereits in der Januarsitzung behandelt und wegen der Überschreitung der zulässigen Grenzbebauung zurückgestellt worden. Dem Bauamt wurden daraufhin geänderte Planunterlagen vorgelegt. Die ursprünglich geplanten Mauern im Anschluss an die Garage und vor der Garage wurden zurückgenommen.

Aus baurechtlicher Sicht ist die Frage entscheidend, ob beide Grundstücke als eine Einheit zu sehen sind, dies wurde auch mit der Baugenehmigungsbehörde besprochen. Grundsätzlich gilt im Baurecht immer das Buchgrundstück. Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Grundstücke untrennbar miteinander verbunden sind und das ganze Anwesen eine Einheit bildet. Dies ist nach Auffassung der Verwaltung deshalb der Fall, weil die Wohnbebauung der Grundstücke miteinander verbunden und beide Gebäude durch eine Tür verbunden sind. Diese baurechtliche Einschätzung führt dazu, dass die am Grundstück FI.-Nr. 678 bestehende "Wohnmobilgarage" in die Längenberechnung der zulässigen Grenzbebauung einzubeziehen ist. Die beantragte Doppelgarage erfordere daher eine Abstandsflächenübernahme, worüber die Baugenehmigungsbehörde zu entscheiden hat. Der Gemeinderat lehnte den Bauantrag einstimmig ab.

Kita bekommt neue Gruppe

Keine Diskussion gab es zum Antrag der Kindergartenleitung. So wird am 1. Mai eine weitere Krippengruppe ihren Betrieb aufnehmen und mit sechs Kindern beginnen. Der Bedarf für die dritte Krippengruppe kann spätestens zum September 2020 nachgewiesen werden. Ein vorgezogener Start mit zunächst weniger Kindern sei aus pädagogischer Sicht sehr sinnvoll.

Nach dem Abschluss der räumlichen Sanierung im Obergeschoss des Kindergartengebäudes könne die "Käfergruppe" in die sanierten Räume des Obergeschosses umziehen und die neue Krippengruppe werde dann im ebenerdigen Anbau untergebracht. Die erforderlichen Möbel wird die Firma Aurednik aus Bessenbach für rund 30 500 Euro liefern. Die Gestaltung des Außenbereiches (Sandkasten, Rutsche, Aufbewahrungsbox) und Spielmaterial wird 1500 Euro kosten.

Der Geh- und Radweg zwischen Heßdorf und Großenseebach bekommt eine Randmarkierung. Die Maßnahme ist nur bei einer gemeinsamen Ausführung der beiden Gemeinden sinnvoll und Heßdorf sagte eine Beteiligung zu. Die Streckenlänge in der Gemarkung Großenseebach liegt bei rund 980 Metern und der Kostenanteil beträgt rund 3200 Euro.

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