Kulmbach

Bündnis freut sich über Insolvenzen

"Das was sich derzeit in der USA abspielt, sollte uns, die Fracking ablehnen, das Herz erwärmen: Immer mehr Firmen, die ihr Geld mit Fracking verdienen, gehen in die Insolvenz." Di...
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"Das was sich derzeit in der USA abspielt, sollte uns, die Fracking ablehnen, das Herz erwärmen: Immer mehr Firmen, die ihr Geld mit Fracking verdienen, gehen in die Insolvenz." Dies schreibt Dagmar Keis-Lechner, die oberfränkische Sprecherin von "Abgefrackt, das Bündnis Weidener Becken gegen Fracking", in einem Offenen Brief.
So habe es auch im Weidener Becken seitens des Lizenznehmers "Rose Petroleum" bislang keine weiteren Aktivitäten gegeben. "Bei der momentanen Lage ist auch nicht davon auszugehen, dass sich Fracking auf absehbarer Zeit lohnen wird", vermutet Keis-Lechner. Die Unternehmen agierten aber nicht, weil sie plötzlich einsichtig wären, sondern weil sie sich auf den Märkten nicht mehr behaupten könnten. "Die USA wollte mittels Fracking ihre Energieunabhängigkeit herstellen und sorgte so für die politischen Rahmenbedingungen 2005, Fracking in unkonventionellen Lagerstätten zu ermöglichen. Bei einem Preis von 100 Dollar pro Barrel war das auch wirtschaftlich, bei 30 Dollar ist es das nicht mehr", kommentiert Dagmar Keis-Lechner.
Sie warnt aber: Der niedrige Ölpreis bringe erneut Banken, die in diesen Boom investiert haben, ins Wanken. Nicht nur das, auch Staatspleiten drohten. So zum Beispiel in Venezuela, dessen Staatshaushalt vom Verkauf von Öl und Gas abhängig sei. Er verhindere auch, neue Alternativen zu erforschen. red
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