Fischbach

Bühnen-Finale in der Alten Schule

Mit dem Schwank"0900 – sechs Mal die Sechs" verabschiedet sich die Theatergruppe Fischbach-Höchstädten nach 35 Jahren vom Publikum. Bei sechs Aufführungen darf noch einmal herzlich gelacht werden.
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Seit Wochen übt die Theatergruppe Fischbach-Höchstädten um Regisseur Jochen Horn (links) in der alten Schule in Fischbach. Für ihren letzten großen Bühnenstreich. Er ist Anfang Januar bei fünf Aufführungen zu sehen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag. Foto: Eckehard Kiesewetter
Seit Wochen übt die Theatergruppe Fischbach-Höchstädten um Regisseur Jochen Horn (links) in der alten Schule in Fischbach. Für ihren letzten großen Bühnenstreich. Er ist Anfang Januar bei fünf Aufführungen zu sehen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag. Foto: Eckehard Kiesewetter

Eckehard Kiesewetter "Ruf mich an!" Fernsehzuschauer, die sich nach Mitternacht durch die TV-Programme zappen, kennen die Aufforderung der leicht bekleideten Damen, die sich aufreizend vor der Kamera räkeln. Telefonsex bringt offensichtlich richtig Kohle! Aber auch ganz schön viel Turbulenz ins Leben, wenn man sich darauf einlässt - erst recht als Anbieter!

Davon handelt das Theaterstück "0900 – sechs Mal die Sechs", mit dem die Theatergruppe Fischbach-Höchstädten nach dreieinhalb Jahrzehnten Abschied von der Schauspielbühne nehmen will.

Ein Jahr hat die Truppe ausgesetzt, wollte eigentlich bereits abtreten, aber dann haben sich die Laienspieler entschlossen, doch nicht "ganz so sang- und klanglos von der Bildfläche zu verschwinden". Jetzt wollen's Jochen Horn, der seit 2006 Regie führt, und seine Mimen also noch einmal wissen. Mit dem Schwank von Reiner Blößer versprechen sie zum Jahresbeginn nochmals köstliche Bühnenunterhaltung in der Alten Schule und dies zum Finale gleich bei sechs Aufführungen.

Worum es geht

Die Kumpel Gustav Groß und Karl Klapper vergnügen sich in der Bar; Karl mit einer Dame französischer Herkunft, bei der er blöderweise seine Hosenträger vergisst. Noch schlimmer aber trifft es seinen Kumpan Gustav, denn der verzockt beim Pokern im Hinterzimmer 5000 Euro. Die Schuldscheine sind unterschrieben, doch das Geld hat Gustavs Frau Frieda eigentlich für die neue Wohnzimmereinrichtung verplant. Und mit Frieda ist nicht gut Kirschen essen. Gustav fürchtet ihre Strenge und das Nudelholz. Zu allem Übel kommt noch, dass Alexandra, die Tochter der beiden, Beziehungsprobleme hat, weshalb der Opa ihr zu einer Kontaktanzeige rät. Als sich daraufhin ein junger Mann meldet, verwechselt ihn Gustav mit dem Kassierer der Bar, drückt ihm die 5000 Euro in die Hand und schiebt ihn rasch wieder zur Tür hinaus. Bald wird klar, was Gustav da angerichtet hat und dass die 5000 Euro rasch wieder hermüssen. Der Opa, gar nicht so müde und teilnahmslos, wie er anfangs wirkt, hat die rettende Idee: Eine 0900-er Telefonnummer muss her, und dann kann es losgehen. Dann wird das Geld rasch wieder reinkommen ... Für reichlich Irrungen, Wirrungen, Wortwitz und turbulente Verwicklungen ist also gesorgt.

Das Ensemble

Auf der Bühne stehen Christian und Martina Bock, Anita Seemann, Moritz Kühnel, Christoph Krause, Sieglinde Bühling, Dieter Hunger, Heinrich Deringer sowie Lisa und Martina Horn. Als Souffleuse fungiert Anita Kraus und die technischen Herausforderungen managt Florian Horn.

Der Erlös der Aufführungen ist wie in all den Jahren zuvor für einen guten Zweck bestimmt.

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