Herzogenaurach
Beschluss

Bücher in Schränken

bernhard Panzer "Der Wunsch kam von den Bürgern". Das sagte Renate Schroff , als sie einen Antrag der SPD erläuterte. Demnach geht es darum, dass in der Stadt Bücherschränke aufgestellt werden sollten...
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Dieses Exemplar eines Bücherschranks steht vor dem Landestheater in Coburg. Foto: Rainer Lutz
Dieses Exemplar eines Bücherschranks steht vor dem Landestheater in Coburg. Foto: Rainer Lutz

bernhard Panzer "Der Wunsch kam von den Bürgern". Das sagte Renate Schroff , als sie einen Antrag der SPD erläuterte. Demnach geht es darum, dass in der Stadt Bücherschränke aufgestellt werden sollten. Aus denen könne man sich dann ein Buch leihen oder auch welche tauschen. In anderen Städten würde das Modell schon mit Erfolg betrieben. Der Kulturausschuss stimmte dem Antrag am Donnerstagabend einhellig zu.

Schroff sagte, dass auch die Nachbarstadt Erlangen einen solchen Bücherschrank habe und sie das auch in der Partnerstadt Wolfsberg gesehen habe. Franz-Josef Lang (CSU) hielt das für "eine außerordentlich gute Idee". Und auch er hatte keine Bedenken: "Wenn's woanders klappt, dann klappt's bei uns auch." Gerade in Zeiten, da die Menschen auf WhatsApp setzen, seien Bücher wichtig.

Idee gab's schon mal

Seine Fraktionskollegin Ille Prockl-Pfeiffer freute sich, dass jetzt eine Idee aufgegriffen werde, die vor etwa fünf Jahren schon einmal aufgekommen war. Es sei auch schon ein solches Bücherregal bei St. Magdalena aufgestellt gewesen, das allerdings inzwischen wieder abgebaut worden sei. Als ein positives Beispiel nannte sie das Freibad in Veitsbronn. Das könnte man doch auch in Herzogenaurach machen, vielleicht im Atlantis?

Allerdings sei die Feuchtigkeit häufig ein Problem. "Das muss schon fest sein", sagte sie.

Auch müsse der Inhalt regelmäßig gesichtet werden, ergänzte sie. Denn politische oder religiöse Gruppierungen könnten das gerne ausnutzen. "Man muss das unter Aufsicht haben", sagte sie.

Rund um die Kontrolle

Das ist auch so vorgesehen. Im Antrag schlägt die SPD vor, das Projekt gemeinsam mit dem Seniorenbeirat zu stemmen. Peter Simon von den Grünen hielt es nicht für erforderlich, "absolut rigide" zu kontrollieren. Wer das nutzt, könne schon unterscheiden. "Wir leben in einer Demokratie", sagte Simon.

Bürgermeister German Hacker (SPD) äußert sich da skeptischer. Das A und O sei die Kontrolle, und eine gute Qualität müssten die Schränke auch haben.



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