Steinbach am Wald

Buchen sollen Lücken schließen

In seiner jüngsten Sitzung gab das Gremium grünes Licht für die Aufforstungspläne. Insgesamt werden 1010 Pflanzen gesetzt. Den Kauf einer elektrischen Torwand lehnte das Gremium dagegen ab.
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Gerodete Waldflächen sollen ähnlich wie hier im Nationalpark Bayerischer Wald mit Buchen, Lärchen, Weißtannen und Rotbuchen aufgeforstet werden. Foto: Friedwald Schedel/Archiv
Gerodete Waldflächen sollen ähnlich wie hier im Nationalpark Bayerischer Wald mit Buchen, Lärchen, Weißtannen und Rotbuchen aufgeforstet werden. Foto: Friedwald Schedel/Archiv

Grünes Licht gab der Gemeinderat für die vom Bürgermeister vorgestellten Aufforstungspläne. In der Folge des Straßenbaus der KC 18 und nach den Kalamitätshieben (die wegen Käferbefalls entstanden sind) sollen gerodete Waldflächen wieder aufgeforstet werden.

Buchen und Lärchen

Seitens der Forstverwaltung wurden Vorschläge gemacht, die vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert werden: An der Heeresstraße südwestlich des Hochbehälters sollen Buchen und Lärchen angepflanzt werden; ein Stück westlich davon Weißtannen und Rotbuchen. An der Berliner Straße/KC 18 sollen Roteichen, Rotbuche und Traubenkirchen den Waldrand bilden. Insgesamt werden 1010 Pflanzen gesetzt.

Mit Förderung

Abzüglich der Förderung schlägt die Maßnahme mit rund 4000 Euro für die Gemeinde zu Buche. Aufgeforstet werden soll auch der Lärmschutzwall Richtung Firma Wiegand. Hier wartet man auf den Förderbescheid. In Vorbereitung ist die Aufforstung in Hirschfeld vor dem Steinbruch rechts, Richtung Aumühle. Die Arbeiten sollen 2020 beginnen.

Kinder und Eltern hatten schriftlich um die Anschaffung und die Errichtung einer elektrischen Torwand im Bereich des Schulsportplatzes Windheim gebeten. Es handelt sich dabei um eine interaktive Fußballwand mit druckempfindlichen Platten und LED-Panels. Die vielfältigen Spielmöglichkeiten des innen wie außen nutzbaren Moduls sollen für Begeisterung beim Torwandschießen sorgen. Es bestehen Werbe-Möglichkeiten für Sponsoren. Laut vorliegendem Angebot würde die Anschaffung mit über 36 000 Euro zu Buche schlagen, zuzüglich Fundamente und weitere Kosten. "Es ist lobenswert, wenn sich junge Leute Gedanken darüber machen, ihr Heimatdorf attraktiver zu gestalten", lobte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU). Gleichzeitig verdeutlichte er wie auch parteiübergreifend seine Gemeinderäte, dass eine Ausgabe in solcher Höhe - gerade auch vor dem Hintergrund einer Vielzahl laufender kostenintensiver Maßnahmen - derzeit nicht möglich sei. "Das ist gut gemeint, aber wir können uns das nicht leisten", verdeutlichte Manfred Fehn (CSU), der die Kinder und Jugendliche in den Sportvereinen gut aufgehoben sah. Dritter Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) konnte sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, ein solch sensibles elektrisches Gerät - insbesondere im Winter - im Außenbereich ohne Überdachung aufzustellen. "Man kann nicht alles, was man vielleicht im Urlaub gesehen hat, zuhause umsetzen", erklärte er. Josef Herrmann (FW) und der Bürgermeister verwiesen auf den in Windheim entstehenden Generationenpark. Nicht zuletzt habe man dort "geackert", um die Kosten niedrig zu halten.

Werbebanner

Die Verwaltung erreichen oftmals Anfragen von Veranstaltern oder Firmen, die auf dem Grundstück zwischen B 85 und ST 2209 Bauzaunbanner errichten wollen. Um eine negative Beeinträchtigung des Ortsbilds zu vermeiden, beschloss das Gremium, Werbebanner für Veranstaltungen für maximal drei Wochen zuzulassen. Sonstige Werbeanlagen dürfen maximal zwei Monate stehenbleiben, sofern sie nicht ohnehin baugenehmigungspflichtig sind. Für die Werbung in den Plakatrahmen an den Straßenbeleuchtungsmasten hat die Gemeinde für die Orts-Kirchweihen und das Steinbacher Schützenfest je ein Kontingent von 24 Plakaten reserviert.

Der Gemeinderat legte 15 zusätzliche Standorte für Abfallbehälter im Gemeindegebiet fest, insbesondere für Hundekotbeutel. Die mit Beuteln versehenen Abfallbehälter erhalten die blaue Farbgebung und Aufschrift des "verbindlich"-Gemeindeslogans. Gleiches gilt auch für die bestehenden Abfallbehälter, die 2020 dem Erscheinungsbild angeglichen werden.

Die Gemeinde schließt eine interkommunale Zweckvereinbarung mit dem Landkreis für mehr Datenschutz und Informationssicherheit.

Der Landkreis Kronach stellt einen Datenschutz- und einen Informationssicherheitsbeauftragten ein. Die Ausschreibung für zwei EDV-Fachleute läuft. Die Kosten für die Zweckvereinbarung werden zur Hälfte auf den Landkreis und auf die Gemeinden, entsprechend ihrer Einwohnerzahl verteilt.

Dorfscheune nutzbar

Sachgebietsleiter Andreas Vetter informierte über laufende Bauarbeiten. Die Dorfscheune Windheim wird zur Kerwa in vier Wochen nicht ganz fertiggestellt, aber nutzbar sein.

Das Dorfhaus Kehlbach ist bis auf kleinere Arbeiten nahezu fertig. Ein großes Lob galt hier Architekt Elmar Ruß für seine außergewöhnlich gute Arbeit. Rainer Neubauer (Bürgerliste Kehlbach) regte eine Erneuerung der aus den 1980er Jahren stammenden Lautsprecheranlage in der Halle an. Dies habe man, so der Bürgermeister, auf dem Schirm; man gehe aber einen Schritt nach dem anderen.

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