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Bubenreuth setzt auf Nahwärme

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt und die Gemeinde Bubenreuth haben sich vorgenommen, den CO2 -Ausstoß in puncto Wärme deutlich zu verringern. Dafür arbeiten sie gemeinsam daran, das landkreisweite Kli...
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Der Landkreis Erlangen-Höchstadt und die Gemeinde Bubenreuth haben sich vorgenommen, den CO2 -Ausstoß in puncto Wärme deutlich zu verringern. Dafür arbeiten sie gemeinsam daran, das landkreisweite Klimaschutzkonzept und den gemeindlichen Energienutzungsplan umzusetzen. Das teilt das Landratsamt mit. Mit Unterstützung des Kreises will die Gemeinde nun ein Nahwärmenetz aufbauen, um ihrem Ziel ein ganzes Stück näher zu kommen.

Gebäude mit alten Kesseln

"Auf Basis des 2017 erstellten Energienutzungsplans haben wir erkannt, dass die zentrale, leitungsgebundene Wärmeversorgung der Gemeinde Bubenreuth ein großes Potenzial für den Klimaschutz bietet", sagt Bürgermeister Norbert Stumpf. Eine erste Abschätzung hat dabei gezeigt, dass bei ausreichender Anschlussbereitschaft der Betrieb eines Nahwärmeverbundes möglich sein kann. Um den Bauhof, der Ausgangspunkt für die "Nahwärme-Idee" war, befinden sich gewerblich und freizeitlich genutzte Gebäude, deren Heizkessel in die Jahre kommen sind. Deren Anschluss würde bereits eine gute Grundauslastung nach sich ziehen. Wenn sich neben den ersten privaten Interessierten genügend weitere Bürger finden, die ihre Gebäude an ein solches Netz anschließen wollen, stehen die Chancen gut, einen Nahwärmeverbund wirtschaftlich betreiben zu können.

Machbarkeitsstudie

Daher haben Bürgermeister Stumpf, der Arbeitskreis Energiewende Bubenreuth und der Landkreis-Klimaschutzbeauftragte Simon Rebitzer alle interessierten Bürger in Bubenreuth-Nord zu einer Auftaktveranstaltung zur "Machbarkeitsstudie Nahwärmenetz Bubenreuth-Nord" eingeladen.

Zuschüsse fließen

Das Institut für Energietechnik (IfE) in Amberg prüft gerade, welche Nahwärmeverbundvarianten, gegebenenfalls mit einer parallelen Stromversorgung, in Bubenreuth-Nord möglich sind. 70 Prozent der Kosten für die Untersuchung übernimmt das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des Förderprogramms "Teil-Energienutzungsplan". Die restlichen 30 Prozent finanziert der Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Welche Energiequellen?

Zunächst wird ein Nahwärme- und Arealstromnetz für das festgelegte Gebiet entwickelt. Dabei wird untersucht, welche lokalen oder regionalen erneuerbaren Energiequellen genutzt und wie die daraus gewonnene Wärme effizient verteilt werden können. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit einer so genannten Vollkostenrechnung soll zeigen, ob und welche Nahwärmevarianten gegenüber der bisherigen dezentralen Wärmeerzeugung - auch kostentechnisch und unter Zuhilfenahme von Fördermitteln - konkurrenzfähig sind. Sollten alle Zeichen auf grün stehen, könnte frühestens in knapp drei Jahren "grüne Wärme" fließen. red

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