Adelsdorf
Debatte

Bubels Nachfragen bringen Fischkal in Rage

Äußerst hitzig wurde es am Mittwochabend im Adelsdorfer Rathaus, als Jörg Bubel (SPD) in der Haupt- und Finanzauschusssitzung seinen Antrag zum Themenkomplex Starkregen vortrug. Zusammen mit dem Ingen...
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Jörg Bubel
Jörg Bubel

Äußerst hitzig wurde es am Mittwochabend im Adelsdorfer Rathaus, als Jörg Bubel (SPD) in der Haupt- und Finanzauschusssitzung seinen Antrag zum Themenkomplex Starkregen vortrug. Zusammen mit dem Ingenieurbüro Spekter hatte die Gemeinde Adelsdorf ein Frühwarnsystem entwickelt, dessen Ziel das Erkennen, Warnen und Schützen von und vor Starkregen ist. In einem Brief an den Gemeinderat ging es Bubel nun speziell um drei Punkte, die seiner Meinung nach nicht ausreichend geklärt worden waren.

Zuallererst jedoch machte Bubel seinem Unmut darüber Luft, wie seiner Meinung nach mit Anträgen von Gemeinderatsmitgliedern umgegangen würde, wäre er doch trotz mehrfacher Nachfragen immer wieder vertröstet worden.

Dann ging er ins Detail seiner Forderungen, bei welchen es ihm unter anderen um eine Simulation der beiden vorangegangenen Starkregenereignisse ging sowie um das Aufzeigen der Maßnahmen, welche die Gemeinde ausführen kann.

Zudem war es ihm wichtig zu erfahren, ab welchem Regenereignis die Gefahr besteht, dass die Gullys die Wassermassen nicht mehr packen können. Der dritte Punkt auf seiner Liste bezog sich auf die Vorlage der Berechnungen von Simulationen durch die Firma Spekter und Berichte über mögliche Problemstellen direkt beim Gemeinderat. "Wo sind die Aufzeichnungen?", fragte Bubel. "Man muss dem Bürger aufzeigen, was wann passieren kann."

Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) hörte sich zusammen mit dem Gremium Jörg Bubels Forderungen an. Direkt nach dessen Ausführungen wies Geschäftsleiter Wolfgang Mößlein darauf hin, dass der Vorgang an die Rechtsaufsicht gegangen sei. "Es gibt keine entsprechende Mitteilung, dass Verstöße begangen wurden", sagte er.

Ratloser Bürgermeister

"Ich weiß langsam nicht mehr, was ich noch machen soll", meldete sich schließlich Fischkal zu Wort. "Wir hatten Workshops, eine tolle Veranstaltung beim SC Adelsdorf mit Spekter ...", womit er auf die Zusammenkunft der lokalen Erfahrungsträger aller Ortsteile anspielte, welche zusammen mit Florian Brodrecht eine Starkregengefährdungskarte erstellten. "Du warst doch beim Erfahrungsaustausch dabei, du konntest doch von Tisch zu Tisch gehen", hielt er Bubel entgegen

Dann nahm er Stellung zu den Forderungen des Gemeinderatsmitglieds und erklärte, dass es 35 000 Euro kosten würde, um eine Simulation von vorher zu nachher zu erstellen. "Ist es uns wichtig, zu wissen, wie es mal war, oder investieren wir das Geld lieber in die Maßnahmen?", fragte er in die Runde. Er erklärte, dass die Fragen schon so oft im Gemeinderat behandelt wurden und dass alle durchgeführten Maßnahmen auf der Homepage der Gemeinde einzusehen wären.

"Ich bin überzeugt, dass wir wirklich viel tun", sagte Fischkal. "Andere machen gar nichts und wir reißen uns den Arsch auf und schauen, dass wir das irgendwie rocken", wurde er dann ein wenig temperamentvoller. "Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, den Ort zu schützen", erklärte er und wies dann darauf hin, dass alle Akten im dritten Stock bei Herrn Wolf einzusehen wären, Fotos und Kopien dürften aber aus datenschutzrechtlichen Gründen das Haus nicht verlassen. "Ich bitte dich vor allen Leuten, komm bitte ins Rathaus, lass dir die Infos geben."

Keiner sonst hat Fragen

Fischkal fragte in die Runde, ob noch jemand Fragen bezüglich des Starkregens sowie der Ergebnisse aus den Berechnungen der Firma Spekter und der Maßnahmen hätte und ob dies ein erneuter Tagesordnungspunkt werden sollte. Keine einzige Hand reckte sich nach oben. "Alle sind gebrieft, nur du nicht", sagte Fischkal in Bubels Richtung. Mit einem "Wer ein Problem hat, soll vors Verwaltungsgericht und den Freistaat Bayern verklagen", schloss er schließlich die Sitzung.

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