Lettenreuth

Brunnenbach soll saniert werden

Schwürbitzer, Lettenreuther und Oberreuther tischten Bürgermeister Fischer ihre Anliegen auf.
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Die Sanierung des Brunnenbachs in Lettenreuth soll im nächsten Jahr erfolgen. Foto: Horst Habermann
Die Sanierung des Brunnenbachs in Lettenreuth soll im nächsten Jahr erfolgen. Foto: Horst Habermann

Die Bürgerversammlung für die Ortsteile Schwürbitz, Lettenreuth und Oberreuth fand im katholischen Pfarrheim Lettenreuth statt, wo sich zahlreiche Besucher ein-fanden. Nach einem ausführlichen Bericht über die Haushaltslage der Gemeinde Michelau stellte Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) die örtlichen Angelegenheiten und Maßnahmen in den Vordergrund.

So sei am Kulturhaus in Lettenreuth ein WLAN-Anschluss installiert worden, der ab Anfang Dezember genutzt werden könne. In Oberreuth seien nach der Installation einer neuen Straßenbeleuchtung weitere Bereiche der Ortsstraße saniert worden. Im Bereich des Weihers in Lettenreuth sei der Gehsteig verlängert und in Schwürbitz mit dem Bau eines Hortes für 50 Kinder begonnen worden. Die Turnhalle sei ebenfalls mit WLAN ausgestattet worden, das demnächst genutzt werden könne. Unter Mitwirkung des gemeindlichen Bauhofes sei der Zugang zur evangelischen Kirche Schwürbitz barrierefrei hergestellt worden. Der morsche Kastanienbaum sei vor einigen Tagen im Bereich der Omnibushaltestelle gefällt und durch eine Platane ersetzt worden.

Marode Schwürbitzer Mainbrücke

In Lettenreuth soll laut Fischer die dringende Brunnenbachsanierung im Bereich des Dorfplatzes 2020 abgeschlossen werden. In Oberreuth werde im Bereich des Mitteldorfes ein Gehweg neu angebaut.

In Schwürbitz würden die Bauarbeiten am Hort 2020 abgeschlossen sein, so dass dieser ab September genutzt werden könne. Im Friedhof solle ein Urnengrabfeld angelegt werden. Dringend sei die Sanierung der Mainbrücke in Schwürbitz; hierfür werde derzeit eine Vergleichsstudie erstellt. Mittelfristig soll die Schulturnhalle generalsaniert werden. Mit der Hochwasserfreilegungsmaßnahme im Gemeindeteil Schwürbitz (Bereich "Michelauer Straße"/Kirchweihplatz) soll begonnen werden. Bauplatzmöglichkeiten in Schwürbitz und Lettenreuth seien geschaffen worden und die Resterschließung des Baugebietes "Am Räslein" sei erfolgt.

Das Gemeindeoberhaupt sprach auch die aktuelle Bauplatzsituation an. Im weiteren Verlauf der Bürgerversammlung wurden mittels Beamer besondere und größere Ereignisse im zurückliegenden Jahr auf einer Leinwand gezeigt.

Rede und Antwort gestanden

Bei der anschließenden umfangreichen Frage- und Diskussionsrunde stand Bürgermeister Helmut Fischer den interessierten Bürgern Rede und Antwort.

Ein Vertreter der Pfarrgemeinde Lettenreuth signalisierte dabei, dass das Pfarrheim einen "barrierefreien" Zugang erhalten solle. Bemängelt wurde auch die dürftige Bepflanzung am Ehrenmal vor der Kirche. Die Wasserversorgung mit WC-Zugang wurde ebenso angesprochen wie der Sargwagen, an dem nach einer längeren Zeit die Reifen bei Beerdigungen platt sind (hierfür stünde allerdings eine Luftpumpe im Leichenhaus bereit).

Die Turmuhr geht nach

Auch die funkgesteuerte Turmuhr der Laurenzikirche war ein Thema, da der Zeiger immer drei Minuten nachgeht. Bemängelt wurde auch das "übergründliche" Ausmähen beispielsweise am Waldrand, Straßenrand oder bei Rad- und Gehwegen, wo man oft auch schöne Blumen abmähe.

Ein interessierter Bürger wollte wissen, ob die alte Neuenseer Wasserquelle "dichtgemacht" worden sei. Des Weiteren ergab sich die Frage, ob die alte ehemalige Mülldeponie zwischen Michelau und Schwürbitz für die Umwelt noch eine Gefahr darstelle. Probebohrungen hätten dies nicht bestätigt, sagte das Gemeindeoberhaupt.

Ein anderer Bürger sprach die Bauplatzsituation mit unterschiedlichen Preisen in den Ortsteilen an. Leider standen in Lettenreuth nicht immer genügend Bauplätze zur Verfügung. Dabei kam man auch auf die sinkenden Einwohnerzahlen und den demografischen Wandel zu sprechen. Der teilweise Straßenausbau in Oberreuth war ebenso ein Thema wie der schlechte Zustand der Straßenverbindung zwischen Oberreuth und Trübenbach (hier hat jedoch die Gemeinde Michelau wenig Eigenflächen). Eine weitere kommunale Zusammenarbeit wäre da wünschenswert.

Sanierung der Schulturnhalle

Die allgemeine Situation der Schwürbitzer Schulturnhalle war ein weiteres Thema. Schon vor über zehn Jahren hatte die Vereinsgemeinschaft "Förderung Kulturgut Schwürbitz am Main" den Antrag gestellt, das Gebäude auch für kulturelle Veranstaltungen zu erweitern und auszubauen. In dieser Zeit ist aber nur die nötige Dachsanierung vorgenommen worden. Eine Generalsanierung hat die Gemeinde Michelau ins Auge gefasst, wofür entsprechende Zuschüsse gewährt werden.

Pferde und Hunde in der Kritik

Eine zentrale Entkalkungsanlage war ein weiteres Thema, über das es bereits im Jahr 2003 Diskussionen gegeben hatte.

Pferde auf Rad- und Gehwegen wurden ebenso kritisiert wie Hundekot-Ansammlungen, besonders auf Wiesen.

Auch die Themen "Zustand der Schwürbitzer Mainbrücke" und "Hochwasserfreilegung Schwürbitz" wurden kurz angesprochen.

Als Bürgermeister Helmut Fischer die Lettenreuther Bürgerversammlung schloss, erinnerte er an die Schneeräumpflicht der Anlieger an den bevorstehenden Wintertagen.

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