Egloffstein

Brunnen und Wanderwege

Der Fränkische-Schweiz-Verein Egloffstein schmückt fünf Osterbrunnen. Ein wichtiges Thema ist derzeit auch die Neuorganisation des Wanderwegenetzes in der Region.
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Der Schützenbrunnen als Osterbrunnen (mit Burg Egloffstein im Hintergrund)  Foto: Reinhard Löwisch
Der Schützenbrunnen als Osterbrunnen (mit Burg Egloffstein im Hintergrund) Foto: Reinhard Löwisch

Die Jahreshauptversammlung des Fränkische-Schweiz-Vereins (FSV), Ortsgruppe Egloffstein, fand mangels Alternativen im Altort dieses Mal in Egloffsteinerhüll im Gasthaus der Familie Polster statt. Altbürgermeister Christian Meier hielt die Sitzung in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Ortsgruppe, die auf eine über 100 Jahre alte Tradition zurückblicken kann.

Das ist allein schon an den Egloffsteiner "Burgspatzen" erkennbar, die als Kind des Vereins bereits seit 50 Jahren unterwegs sind: als Botschafter und Vertreter Egloffsteins in zahllosen öffentlichen Auftritten. Höhepunkt in neuerer Zeit war das Egloffstein-Lied, das der weltberühmte Clown Oleg Popov - er wohnte bis zu seinem Tod im November 2016 in Egloffstein - komponiert und gedichtet hat. Die Burgspatzen haben es zum ersten Mal beim Heimattag 2013 in der Egloffsteiner Turnhalle im Beisein des Künstlers und seiner deutschen Frau Gabriele (geborene Lehmann) gesungen.

"Wanderparadies Trubachtal"

Ein wichtiges Thema war die Neuorganisation des Wanderwegenetzes in der gesamten Region, die auch das Trubachtal umfasst. Bisher ging man in Egloffstein davon aus, dass bei der Neuorganisation nur fehlende Wegweiser ersetzt werden. Schließlich ist das "Wanderparadies Trubachtal" erst vor einigen Jahren vom damaligen Hauptwegewart Edgar Rother komplett neu konzipiert und mithilfe des Naturparkvereins finanziert worden. Deren Schilderpfosten stehen noch und haben auch einen gewissen Schutzwert, bis die Bestandspflicht erlischt. Das könnte bedeuten, dass die neuen einheitlichen Wanderwegschilder eine Zeitlang neben der bisherigen Beschilderung parallel bestehen. Hier herrscht eine große Unsicherheit in der Ortsgruppe.

Wegewart Max Falk sprach von "sehr vielen Veranstaltungen zum Thema", die aber im Bezug auf das Wegenetz um Egloffstein noch keine Ergebnisse gebracht hätten. Man wartet gespannt darauf, wann es wie losgeht. Derzeit wird das gesamte Wegenetz der Fränkischen Schweiz digital erfasst, um zu einer einheitlichen Datenstruktur zu kommen. Durch entsprechende Beschilderung werde es möglich, Rettungspunkte einzuführen, die bei Verletzungen und Unglücken ein schnelles Auffinden von verletzten Personen gewährleisteten.

Die alte Majoratsscheune

Erfreut zeigte sich Christina Meier davon, dass die alte Majoratsscheune, die der Landkreis Forchheim schon vor Jahren für rund eine Million Euro restaurieren wollte, derzeit nun doch in einer kleineren Ausführung als Kulturscheune restauriert wird. Für den 20. Juli ist das Richtfest geplant. Im Endausbau - einige der alten Dachbalken stammen noch aus dem 16. Jahrhundert - soll laut Meier eine Art Versammlungsraum fertig sein, in dem von Veranstaltungen bis hin zu Ausstellungen alle möglichen kulturellen Veranstaltungen denkbar sind.

Der Einsatz von Christina Jacob

Das Thema Osterbrunnen steht demnächst wieder für den Verein an. Fünf, früher sechs Brunnen werden jedes Jahr geschmückt: der Schützenbrunnen, der Waschbrunnen, der Egilulf-Brunnen am Marktplatz (der Königsbrunnen nicht mehr), der Brunnen im Gries (eigentlich eine Quelle) und der Heids-Brunnen. Sie sind noch heute das beste Beispiel dafür, wie wichtig den Egloffsteinern frisches Wasser war. Und noch heute ist man stolz darauf und verwendet eigenes Brunnenwasser für die Haushalte. Bis auf den Brunnen am Gries, den die Schule schmückt, und den Heids-Brunnen, den der Kindergarten schmückt, kümmert sich die FSV-Ortsgruppe, vor allem in Person von Christina Jacob, um den Schmuck der Brunnen, die alle Jahre von vielen Gästen besucht werden.

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