Untersteinach

Brücke wird fast 2900 Euro teurer

In der jüngsten Sitzung genehmigte das Gremium nach einer intensiven Diskussion die zusätzlichen Kosten, die beim Bau der Steinachbrücke entstehen.
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Die Baustelle der Brücke bei Hummendorf sorgte für rege Diskussionen in der Sitzung des Untersteinacher Gemeinderats. Foto: Sonny Adam
Die Baustelle der Brücke bei Hummendorf sorgte für rege Diskussionen in der Sitzung des Untersteinacher Gemeinderats. Foto: Sonny Adam

Die Erneuerung der Steinachbrücke ist in vollem Gang. Bislang sind bei einer Gesamtbausumme von 828 419,21 Euro Kostenmehrungen in Höhe von drei Prozent angefallen. In der aktuellen Sitzung des Untersteinacher Gemeinderates, die Hans-Peter Röhrlein (CSU) leitete, bat der Bürgermeister-Stellvertreter die Gemeinderäte darum, die Nachträge mit den Ziffern 3, 5, 7, 8 und 9 zu genehmigen.

Beton und Granit

Dabei handelte es sich um veränderte Anforderungen bei der Betonüberwachung, breitere Granitsteine und ähnliches. Insgesamt ging es um eine Kostenmehrung von 2899,26 Euro brutto. Das Planungsbüro Schnabel hat die Kosten überprüft und genehmigt.

Doch dieses Ansinnen sorgte für eine Diskussion. Gemeinderat Markus Weigel (WGU) wandte ein, dass erst in der Juni- und Augustsitzung Kostensteigerungen aufgetreten seien: 24 671,79 Euro. "Was kann da noch kommen? Wir müssen irgendwann den Deckel drauf machen", gab er zu bedenken. Vor einigen Jahren, betonte Weigel, habe man für die Brücke noch 329 000 Euro veranschlagt. Jetzt liegt die Bausumme bei 853 000 Euro. "Die Brücke ist nicht fertig. Das werden über 900 000, wenn nicht sogar knapp eine Million", monierte Weigel.

"Aber es kann doch immer etwas kommen. Je länger wir die Brücke hinauszögern, desto teurer wird die Brücke", sagte Christa Müller (SPD). Weigel konterte, indem er die Kostenanpassung für das Planungsbüro ins Gedächtnis rief.

"Wir sind jetzt bei drei Prozent Kostensteigerung. Alles bis zu zehn Prozent ist eigentlich Normalität und bedarf auch im Zuge der VOB keiner Neukalkulation", erklärte Hans-Peter Röhrlein (CSU). Nachdem der Bürgermeisterstellvertreter zu bedenken gegeben hat, dass die Baufirma, wenn für die Nachträge kein Geld bewilligt werde, auch kurzzeitig die Baustelle einstellen könnte, votierten die Mitglieder des Untersteinacher Ratsgremiums einstimmig für den Nachtrag von 2 899,26 Euro brutto.

Breitband-Masterplan

Außerdem stellte Enrico Meierhof von der Firma Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein ausführlich den Breitband-Masterplan vor. Dieser Masterplan ist ein Strukturplan. Oberstes Ziel: Die Anbindung an das Glasfasernetz aller Gebäude. "Ziel ist es, mehr Bandbreite in die Fläche zu bringen", so Meierhof. Der Masterplan ist providerneutral und langfristig ausgelegt. Insgesamt haben in Untersteinach bislang 660 Gebäude noch keine Glasfaseranbindung. Dies bedeutet, dass drei bis vier Millionen Euro in Untersteinach investiert werden müssten. Durchschnittlich muss mit Anschlusskosten von 5000 bis 6000 Euro zwischen Verteilerkasten und Gebäude gerechnet werden.

Gemeinderat Markus Weigel sprach im Zuge der Ertüchtigung des Netzes Internetprobleme an. Aktuell kündigt die Telekom alte ISDN-Verträge und bietet den Kunden eine Umstellung auf Internettelefonie. Doch dazu sei ein leistungsstarkes Breitbandnetz erforderlich, betonte Weigel.

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