Bamberg

Brose-Team betritt Neuland

Erstmals gehen die Bamberger im höchsten Wettbewerb des europäischen Verbandes Fiba Europe an den Start. Die Saison beginnt am 10. Oktober mit einem Heimspiel gegen Montakit Fuenlabrada.
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Der Spielplan will es so, dass es am 8. Januar 2019 in der Brose-Arena ein Wiedersehen mit Luca Banchi gibt. Der Italiener, der nach der Trennung von Andrea Trinchieri die Bamberger in der vergangenen Saison noch bis ins Bundesliga-Halbfinale geführt hatte, heuerte im Sommer als Chefcoach bei AEK Athen an. Die Griechen sind einer von sieben Gruppengegner von Brose in der Basketball-Champions-League (BCL).

Banchi ausgenommen, müssen sich die Bamberger Fans an viele neue Gesichter gewöhnen, denn nach zuletzt drei Jahren in der Euroleague in Folge betritt Brose international Neuland. Erstmals geht der neunfache deutsche Meister in dem vor drei Jahren vom europäischen Verband Fiba Europe ins Leben gerufenen Wettbewerb an den Start.

Ursprünglich als Gegengewicht zur privatwirtschaftlich organisierten Euroleague vorgesehen, hat die BCL zumindest den Abstand zum zweithöchsten europäischen Wettbewerb, den Eurocup, verkürzt. Und mit Brose Bamberg hat sie nun einen Verein für sich gewonnen, der sich in den vergangenen zehn Jahren auf europäischem Parkett einen Namen gemacht hat.

Sieben Gegner in der Vorrunde

In der Gruppe C trifft Brose Bamberg auf CEZ Nymburk (Tschechien), AEK Athen (Griechenland), JDA Dijon (Frankreich), Hapoel Jerusalem (Israel), Montakit Fuenlabrada (Spanien), BC Lietkabelis (Litauen) und einen siebten Gegner, der erst noch in der Qualifikation ermittelt wird. In der Vorrunde spielen 32 Mannschaften, verteilt vier auf Gruppen. Die vier besten Teams jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale. Dieses wird wie das anschließende Viertelfinale in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die verbleibenden vier Teams nehmen am Final Four teil, der Sieger des Endturniers erhält ein Preisgeld von einer Million Euro. Titelverteidiger ist AEK Athen. "Unser Anspruch sollte es schon sein, in diesem Wettbewerb unter die Top 8 oder Top 4 zu kommen", sagt Rolf Beyer, Geschäftsführer von Brose Bamberg. Ein Traum des Vereins wäre es, das Final-Four-Turnier auszurichten. Doch dafür müssten sich die Bamberger qualifizieren.

Verschnaufpausen

Da die BCL im Gegensatz zur Euroleague die Nationalmannschaftsfenster im November und Februar berücksichtigt, bekommt das Brose-Team Verschnaufpausen, die sie in der Euroleague nicht hatte. Zudem ist das Programm lange nicht so kräftezehrend wie in den vergangenen beiden Jahren. In der Euroleague waren alleine in der Vorrunde 30 Partien zu bestreiten, in der BCL sind es bis zum Finale maximal 20. Allerdings machen die europäischen Spitzenteams künftig einen Bogen um Bamberg.



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