Bayreuth
Basketball

Brose Bamberg zeigt beim Turniersieg in Bayreuth eine starke Frühform

Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt präsentierten sich die Basketballer von Brose Bamberg in starker Form. Sie gewannen das zweitägige Vorbereitungsturnier des Bundesligarivalen Medi Bayreuth. Im F...
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Der Bayreuther De'Mon Brooks (r.) versucht, an Elias Harris vorbeizuziehen. Foto: Peter Mularcyzk
Der Bayreuther De'Mon Brooks (r.) versucht, an Elias Harris vorbeizuziehen. Foto: Peter Mularcyzk
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Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt präsentierten sich die Basketballer von Brose Bamberg in starker Form. Sie gewannen das zweitägige Vorbereitungsturnier des Bundesligarivalen Medi Bayreuth. Im Finale des Expert-Jakob-Cups setzte sich die neuformierte Bamberger Mannschaft mit 87:64 gegen Lokomotive Kuban Krasnodar durch.

Den dritten Platz belegte Medi Bayreuth. Die Gastgeber besiegten den stark ersatzgeschwächten FC Bayern München mit 96:83. Der deutsche Meister hatte sich bereits am Vortag Krasnodar mit 74:84 geschlagen geben müssen, während die Bayreuther gegen die Bamberger klar mit 65:93 den Kürzeren zogen.

Der neue Bamberger Trainer Ainars Bagatskis liefert bislang gute Arbeit ab. Jeder seiner Spieler spielte mit viel Selbstvertrauen, was sich auf dem Feld in teils sehenswertem Zusammenspiel widerspiegelte. Sowohl am Brett als auch aus der Distanz waren die Bamberger gleichermaßen effektiv. Kopf der Mannschaft ist Tyrese Rice, der in beiden Spielen bester Werfer war und Turnier-MVP wurde. Mit Elias Harris, Augustine Rubit, Rückkehrer Leon Kratzer und Neuzugang Cliff Alexander weist Brose unter den Körben ein Quartett auf, das die Reboundschwäche der Vorsaison vergessen lässt.

Halbfinale

Medi Bayreuth -

Brose Bamberg 65:93

Das oberfränkische Duell zeigte, dass die Bamberger in der Vorbereitung auf die neue Saison wesentlich weiter sind als die Bayreuther, die ebenfalls einen großen personellen Umbruch zu bewältigen haben. Das Brose-Team spielte wesentlich strukturierter, mannschaftsdienlicher (22 Assists) und wies eine deutlich bessere Trefferquote auf (59:35 Prozent). Während bei den Gästen alle eingesetzten Spieler punkteten, blieben bei Medi vier Spieler ohne Korberfolg. Die Bayreuther Offensive trugen in erster Linie De'Mon Brooks (23 Punkte) und Ziga Dimec (17.), der slowenische Nationalcenter feierte ein vielversprechendes Debüt im Bayreuther Dress.

Auffälligste Spieler bei den Bambergern waren Rice (19 Punkte/4 Assists) und Arnoldas Kulboka (18), der alle Punkte per Dreier erzielte und nur einmal aus der Distanz daneben warf. Bereits im ersten Viertel, das sie klar mit 28:10 gewannen, entschieden die Brose-Basketballer das Derby.

"Defensiv waren wir heute nicht physisch genug", sagte Medi-Trainer Raoul Korner, der mit Kapitän Bastian Doreth, Center Andreas Seiferth (beide Nationalmannschaft) sowie den beiden verletzten Adonis Thomas und Hassan Martin vier Akteure ersetzen musste.

Spiel um Platz 3

Medi Bayreuth -

Bayern München 96:83

Die Bayreuther starteten konzentriert und zeigten sich gegenüber dem Vortag in allen Belangen deutlich verbessert. Neuzugang Gregor Hrovat steuerte zur Bayreuther 49:42-Pausenführung 14 Punkte bei.

Nach dem Seitenwechsel sorgten die Bayreuther, angeführt von Topscorer Brooks (22 Punkte) und David Stockton (21 Punkte), für klare Verhältnisse. Vor dem letzten Viertel setzten sie sich auf 79:63 (30.) vorentscheidend ab. Die Münchner konnten im letzten Viertel zwar nochmals geringfügig verkürzen, am Ende stand aber ein verdienter 96:83-Erfolg in eigener Halle für die Bayreuther zu Buche.

Finale

Lokomotive Kuban Krasnodar - Brose Bamberg 64:87

Nach der starken Vorstellung gegen Bayreuth im Halbfinale ließen die Brose-Basketballer auch im Endspiel dem Eurocup-Finalisten Krasnodar keine Chance. Sie entschieden alle Viertel für sich und zeigten wie am Vortag eine gute Verteidigungsleistung. Beim russischen Team des ehemaligen Berliner Trainers Sasa Obradovic blieb der Ex-Bamberger Dorell Wright ohne Korberfolg.

"Wir spielen immer noch mit einer großen Rotation, gehen aber in die richtige Richtung. Von Spiel zu Spiel liefern wir mehr Qualität ab. Wichtig zu sehen ist, dass die Spieler ihr Ego beiseite schieben und für das Team spielen", sagt Brose-Coach Bagatskis, überraschte aber mit der Aussage: "Wir sind noch in keiner guten Form."

Verzichten musste der Lette am Wochenende auf die angeschlagenen Bryce Taylor und William McDowell-White sowie auf Stevan Jelovac, der mit der serbischen Nationalmannschaft im Einsatz ist. Rückkehrer Daniel Schmidt zeigte nach seinem Debüt gegen Gmunden erneut eine grundsolide Leistung und steuerte gegen Bayreuth neun Punkte bei. ps/fk



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